Generic filters
FS Logoi

Brauereien: Echtzeitüberwachung mit prädiktiver KI

GEA hat seine Echtzeitüberwachung für Brauereien um prädiktive KI-Elemente erweitert, um Brauprozesse nachhaltiger zu machen. Gemeinsam mit Praxispartnern entwickelt, überwacht GEA InsightPartner Brewery die Produktionsleistung in Echtzeit, antizipiert Anomalien und schlägt Verbesserungen vor.

von | 19.10.23

Für Brauer entscheidet sich die Effizienz ihrer Prozesse in der Produktion: im Austarieren zwischen Produktivität, Qualität und Nachhaltigkeit. Häufig sind Anlagenbediener dabei auf punktuelle Sensorik der Komponenten angewiesen.
Foto: AdobeStock/Parilov
Digitalisierung von Brauereien Echtzeitüberwachung
Foto: AdobeStoc´19.10.2023 Ι GEA hat seine Echtzeitüberwachung für Brauereien um prädiktive KI-Elemente erweitert, um Brauprozesse nachhaltiger zu machen. Gemeinsam mit Praxispartnern entwickelt, überwacht GEA InsightPartner Brewery die Produktionsleistung in Echtzeit, antizipiert Anomalien und schlägt Verbesserungen vor. Neben den klassischen Sudhausdaten analysiert das System nun auch Nachhaltigkeitskennzahlen auf Basis des Energieverbrauchs und der Wärmerückgewinnung im Prozesskreislauf.

Datensilos überwinden

„Die Nachhaltigkeit des Brauens von der Produktion aus zu lenken, war Treiber für diese Innovation“, erinnert sich Dr. Mark Schneeberger, Senior Director Product Development, Design and Research für GEAs Brauereigeschäft. „Dazu müssen wir in der Lage sein, Ereignisse in unserem realen Umfeld zu messen und in Relation zu setzen. Im zweiten Schritt haben wir die Software mit selbstlernender KI unterfüttert. Brauereien können auf diese Weise ihre Probleme besser verstehen und lösen. Braumeister können wieder brauen, statt Daten zu analysieren. GEA InsightPartner Brewery wird zur Steuerhilfe für Nachhaltigkeit.“

Für Brauer entscheidet sich die Effizienz ihrer Prozesse in der Produktion: im Austarieren zwischen Produktivität, Qualität und Nachhaltigkeit. Häufig sind Anlagenbediener dabei auf punktuelle Sensorik der Komponenten angewiesen. Temperaturmessungen, Drücke und Durchflussraten aber ergeben weder ein Gesamtbild noch erlauben sie eine Prognose für die Performance der Linie. Bedenkt man zudem, dass die Rohstoffeigenschaften schwanken und Brauereien oft zahlreiche Biersorten gleichzeitig herstellen, erhöht sich die Komplexität weiter. Die neue Software-Version holt Brauer aus den Datensilos heraus und befähigt sie, durch verständlich aufbereitete Analysen ihr Daten-Ökosystem zu beherrschen.

Brauereien auf dem Weg zur Golden Batch

GEA InsightPartner nutzt dazu prädiktive Analytik – Trendkurven und Prognosemodelle, um Leistungsindikatoren vorherzusagen. Anstatt erst nach einem Sud Anpassungen für die Zukunft vorzunehmen, lässt sich der Prozess direkt im Verlauf verbessern, etwa, indem die Energierückgewinnung während des Würzekochens berichtigt oder ein Ungleichgewicht im Energiespeichersystem erkannt wird.

Für Leistungsprobleme, die die Aufmerksamkeit des Bedieners erfordern, werden sogenannte prädiktive Focus Cards erstellt. Sie zeigen dynamische Optimierungspotenziale. Im Gegensatz zu den Alarmen des Kontrollsystems melden sie keine Prozessereignisse, sondern weisen auf unerwünschte Tendenzen hin, die die Produktivität, Qualität oder Nachhaltigkeit beeinträchtigen. Diese Anomalieerkennung für das Sudhaus übernimmt GEA InsightPartner Brewery autonom und kontinuierlich aus der Ferne. Auf Wunsch schalten sich GEAs Prozessfachleute zu und geben Empfehlungen. Mit jedem aufgezeichneten Sud verbessert sich die Prognosefähigkeit der KI. Langfristig nähert sich eine Brauerei so dem optimalen Sud mit bester Qualität bei geringstem Ressourceneinsatz, dem Golden Batch.

Flexibles Condition-Brewing löst rezeptbasiertes Brauen ab

Im Praxistest bei namhaften Brauereien zeigt sich: KI-gestützte Korrekturmaßnahmen verbessern die Leistung der Anlagen, erhöhen die Energieeffizienz, verringern die Betriebskosten und führen zu mehr Sicherheit.

„GEA InsightPartner macht die Ergebnisse für alle Arbeitsebenen in Brauereien verständlich, wo bisher vergleichbare, übersichtliche und zuverlässig abrufbare Daten fehlten“, fasst Schneeberger zusammen. „Fortschrittliche Analytik ist für uns ganz klar der Weg, Nachhaltigkeit und Entscheidungen im Tagesgeschäft von Brauereien zu vereinen. GEAs intelligente Technologie ist ein wichtiger Meilenstein für Brauereien auf dem Weg zur zustandsorientierten Produktion – damit Brauer sich endlich wieder auf das Brauen konzentrieren können.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, alle 2 Wochen in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Workshop zu biobasierten Polymeren
Workshop zu biobasierten Polymeren

Der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy (CCPE) veranstaltet am 15. September 2026 auf dem Dechema Forum in Frankfurt einen Workshop zu biobasierten Polymeren. Im Mittelpunkt stehen deren Potenziale für die Kreislaufwirtschaft sowie der Transfer in industrielle Anwendungen.

mehr lesen
Kreislaufwirtschaft: Förderung für Forschungsanlage
Kreislaufwirtschaft: Förderung für Forschungsanlage

Die Hochschule Pforzheim erhält Fördermittel für den Ausbau ihrer Anlage zur elektrodynamischen Fragmentierung (EDF). Mit dieser Technologie sollen sich Verbundwerkstoffe gezielt auftrennen und wertvolle Rohstoffe für die Kreislaufwirtschaft zurückgewinnen lassen.

mehr lesen
Homogenisatoren für kleine und mittlere Produktionsanlagen
Homogenisatoren für kleine und mittlere Produktionsanlagen

Gea erweitert sein Portfolio um die KOB-Serie mit Hochdruckhomogenisatoren für kleine und mittlere Produktionskapazitäten. Die Baureihe arbeitet mit Drücken bis 400 bar und ist für Anwendungen in der Lebensmittel-, Getränke-, Chemie- und Körperpflegeindustrie ausgelegt.

mehr lesen
Jahreszahlen 2025: Ernährungsindustrie ohne reales Wachstum
Jahreszahlen 2025: Ernährungsindustrie ohne reales Wachstum

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) haben die Jahreszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Während das Auslandsgeschäft real zulegte, stagnierte die Ernährungsindustrie insgesamt preisbereinigt und verzeichnete im Inland einen Umsatzrückgang.

mehr lesen
Zwei Ansätze gegen PFAS in Gewässern
Zwei Ansätze gegen PFAS in Gewässern

Forschende des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben zwei Verfahren entwickelt, mit denen sich PFAS im Wasser abbauen lassen. Die Methoden basieren auf hydrodynamischer Kavitation beziehungsweise kaltem atmosphärischem Plasma und könnten nach weiterer Entwicklung zur Behandlung belasteter Abwässer eingesetzt werden.

mehr lesen

Sie möchten die F&S Filtrieren und Separieren testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die F&S kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03