Generic filters
FS Logoi

New Food produktiver und ressourceneffizienter

In Zukunft verspricht die Wiederaufbereitung von Medien, die durch Perfusion abgetrennt wurden, eine noch effizientere und nachhaltigere Produktionsweise.

von | 27.03.24

Speziell für aseptische Pilotprojekte entwickelt: Bioreaktor GEA Axenic P und dem Single-Use-Separator GEA kytero
Quelle: Gea
speziell für aseptische Pilotprojekte entwickelt
27.03.2024 I Angesichts der Fortschritte in der Industrie für alternative Proteine gewinnen hocheffiziente Produktionsmethoden zunehmend an Bedeutung. Als Vorreiter kann die Perfusionstechnologie die Zellkultivierung und Präzisionsfermentation für New Food produktiver und ressourceneffizienter machen. Diese Verbesserungen sind entscheidend, um die Herstellung alternativer Proteine skalierbarer und kostengünstiger zu gestalten.

GEA präsentierte diese innovative Technologie auf der Anuga FoodTec. Eingebettet in eine Perfusionsplattform bestehend aus dem Bioreaktor GEA Axenic P und dem Einwegseparator GEA kytero, die speziell für aseptische Pilotprojekte entwickelt wurde.

Skalierungshürden für New Food senken

Die Perfusionstechnologie trennt Zellen von der verbrauchten Nährlösung und erhöht so die Dichte lebender Zellen sowie die Produktivität.

„Wir sehen in der Perfusion eine der aussichtsreichsten Technologien, weil sie die Produktionskosten für alternative Proteine an ganz verschiedenen Stellen senkt“, sagt Tatjana Krampitz, Leiterin des Technologiemanagements New Food, GEA. „Aktuell benötigt der Markt vor allem schnell einsatzbereite, zuverlässige Pilotanlagen, die industriellen Standards entsprechen. Unsere Einwegseparatoren ermöglichen es gerade Startups, unter sterilen Bedingungen zu arbeiten und so eine große Herausforderung zu bewältigen.“

In Zukunft verspricht die Wiederaufbereitung von Medien, die durch Perfusion abgetrennt wurden, eine noch effizientere und nachhaltigere Produktionsweise.

Zellwachstum fördern

Um ein gesundes und hohes Zellwachstum in Bioreaktoren zu stimulieren, müssen wachstumshemmende Metabolite wie Ammonium und Laktat aus dem Nährmedium entfernt werden. Die Perfusionstechnologie erlaubt es, einen Teil der verbrauchten Nährlösung kontinuierlich steril abzutrennen. Die konzentrierte Zelllösung wird in den Bioreaktor zurückgeführt, während das entfernte durch frisches, nährstoffreiches Medium ersetzt wird. Dieser Prozess hält die Kulturen dauerhaft unter optimalen Wachstumsbedingungen und sichert eine reproduzierbare Produktqualität – ein wichtiger Aspekt für die gesetzliche Zulassung von neuartigen Nahrungsmitteln. Insgesamt verbessert die Perfusion die Produktivität und Zelldichte im Vergleich zu herkömmlichen Batch- und Fed-Batch-Verfahren erheblich.

Einwegseparator ist Schlüssel für Pilotierungsprozesse

Der Single-Use-Separator GEA kytero ist ein wesentlicher Bestandteil der Perfusionsplattform von GEA.

„Für Startups, die ihre Produktideen mit eigenen Zelllinien erst validieren müssen, ist der kytero ein Schlüssel zum Erfolg“, ergänzt Rüdiger Göhmann, Product Manager Pharma/Chemicals/New Food, Business Unit Separators, bei GEA. „Diese Unternehmen verfügen noch nicht über die für eine ausgefeilte Prozessinfrastruktur erforderlichen Reinigungs- und Sterilisationsmöglichkeiten. Dabei ist aseptisches Arbeiten entscheidend für zuverlässige Ergebnisse. Unser Einmalseparator hingegen kommt ohne SIP- und CIP-Verfahren aus.“

Der bereits in der Pharmaindustrie etablierte GEA kytero schließt diese Entwicklungslücke.

Effizienz und Nachhaltigkeit der New-Food-Produktion steigern

Tatjana Krampitz unterstreicht die Bedeutung der Perfusionstechnologie für eine nachhaltigere Produktion alternativer Proteine:

„Würden wir die Nachfrage nach Produktionskapazitäten für New Food 1:1 in konventionelle Prozesslinien umsetzen, stünden wir vor enormen Anlagen. Durch Perfusion können wir Zellen auf viel kleinerem Raum wachsen lassen. Langfristig ist diese Technologie wegweisend, um die Größen von Bioreaktoren und damit den Verbrauch von Edelstahl sowie von Nähr- und Reinigungsmedien zu reduzieren.“

Experten schätzen, dass durch Perfusion ein Zehntel der Größe der Prozesstechnologien – sowohl bei Bioreaktoren als auch im Hinblick auf Medien und Platzbedarf – eingespart wird.

Innovationsfelder Bioreaktorentwicklung und Medienaufbereitung

Für GEA ist Perfusion ein wichtiges Feld für den gesamten Upstream- und Downstream-Prozess. Weil dadurch sowohl Bioreaktoren als auch der Materialfluss kontinuierlich über die gesamte Prozesskette laufen, optimiert sich ebenfalls die Anlagenauslastung.

Zudem bietet diese Technologie ein großes Potenzial für die Wiederaufbereitung von Medien, einem erheblichen Kostenfaktor in der Produktion von New Food und damit der Endprodukte. Die Wiederverwendung und Aufreinigung der Medien würde einen wesentlichen Meilenstein auf dem Weg zur Preisparität zwischen konventionellen und neuartigen Lebensmitteln darstellen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, alle 2 Wochen in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Powtech 26: Druckluftversorgung für Schüttgutförderung
Powtech 26: Druckluftversorgung für Schüttgutförderung

Kaeser Kompressoren zeigt auf der Powtech Technopharm verschiedene Druckluftlösungen für die Schüttgut- und Pulvertechnik. Das Spektrum reicht von einer kompakten Kompressorstation über Schrauben- und Drehkolbengebläse bis zu ölfrei verdichtenden Schraubenkompressoren und einer übergeordneten Steuerung für Druckluft- und Gebläsestationen.

mehr lesen
Deutscher Umweltpreis für energieeffiziente Membrantechnik
Deutscher Umweltpreis für energieeffiziente Membrantechnik

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeichnet den Ingenieur und Membion-Geschäftsführer Dr. Klaus Vossenkaul mit dem Deutschen Umweltpreis 2026 aus. Gewürdigt wird seine Weiterentwicklung der Membranbioreaktor-Technologie für die Abwasserreinigung, mit der sich insbesondere der Energiebedarf für die Spülung der Membranen reduzieren lässt.

mehr lesen
Elektrifizierte Zementproduktion ermöglicht CO₂-Abscheidung
Elektrifizierte Zementproduktion ermöglicht CO₂-Abscheidung

Forschende der ETH Zürich haben untersucht, wie sich die Zementproduktion mit Direct Air Capture auf Basis von Kalzium-Looping verbinden lässt. Ihren Berechnungen zufolge könnten Elektrifizierung und direkte CO₂-Abscheidung die Klimawirkung der Zementproduktion bis 2050 um 78 Prozent senken. Durch zusätzliche Aufnahme von CO₂ aus der Umgebungsluft könnte der Gesamtprozess sogar eine negative CO₂-Bilanz erreichen.

mehr lesen
Beschichtungslinie ergänzt Produktion von Batterieseparatoren
Beschichtungslinie ergänzt Produktion von Batterieseparatoren

Asahi Kasei hat an seinem Standort in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina eine Beschichtungslinie für Hipore-Nassprozess-Batterieseparatoren eröffnet. Damit schafft das Unternehmen erstmals regionale Beschichtungs- und Lieferkapazitäten für diese Separatortechnologie in Nordamerika.

mehr lesen
Entwässerungssystem für Kunstrasenplätze
Entwässerungssystem für Kunstrasenplätze

Im EU-Forschungsprojekt LIFE T4C (Turf4Circular) werden Lösungen für ein nachhaltiges Regenwassermanagement auf Kunstrasenplätzen entwickelt und unter Praxisbedingungen erprobt. Hauraton bringt dafür ein Entwässerungs- und Filtersystem mit digitaler Zustandsüberwachung in zwei Demonstrationsanlagen in Spanien ein.

mehr lesen

Sie möchten die F&S Filtrieren und Separieren testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die F&S kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03