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Elektrokoagulation zur chemiefreien Abwasserreinigung

Jeder, der privat wäscht, kennt die Herausforderungen, die unterschiedliche Verschmutzungsgrade und -ursachen stellen. Noch viel anspruchsvoller sind Textilien für professionelle Wäschereien. Das Unternehmen CWS mit rund 10.600 Mitarbeitern als Full-Service-Dienstleister für Miettextilien und Hygieneausstattung setzt auf umweltfreundliche Technologien zur Aufbereitung von Stoffhandtuchrollen und Berufskleidung. In der Solinger CWS-Wäscherei kommt daher die RedBOX des Abwasserspezialisten Morselt, einem Unternehmen der Spaleck-Gruppe, zum Einsatz. Das spezielle Elektrokoagulationsverfahren ermöglicht erstmals eine zu 100 % chemiefreie Abwasseraufbereitung.

von | 16.06.21

Jeder, der privat wäscht, kennt die Herausforderungen, die unterschiedliche Verschmutzungsgrade und -ursachen stellen. Noch viel anspruchsvoller sind Textilien für professionelle Wäschereien. Das Unternehmen CWS mit rund 10.600 Mitarbeitern als Full-Service-Dienstleister für Miettextilien und Hygieneausstattung setzt auf umweltfreundliche Technologien zur Aufbereitung von Stoffhandtuchrollen und Berufskleidung. In der Solinger CWS-Wäscherei kommt daher die RedBOX des Abwasserspezialisten Morselt, einem Unternehmen der Spaleck-Gruppe, zum Einsatz. Das spezielle Elektrokoagulationsverfahren ermöglicht erstmals eine zu 100 % chemiefreie Abwasseraufbereitung.

Hohe Anforderungen an den Waschprozess

Hans-Jörg Ahrens, Head of Operations Excellence & Engineering bei CWS erklärt: „Unsere Kunden kommen aus der Industrie, dem Handwerk, dem Handel oder sehr sensiblen Bereichen. Im Waschbetrieb entfernen wir für sie unterschiedlichste Schmutzstoffe. Unsere Produkte wie Stoffhandtuchrollen und Schmutzfangmatten genügen höchsten hygienischen Anforderungen unserer Kunden. Die Berufskleidung wird von teilweise sehr hartnäckigen Verschmutzungen befreit.“

Nach erfolgreicher Pilotierung in Schweden nun in Deutschland

Das Verfahren der Elektrokoagulation setzt das Abwasser unter Spannung. Dazu wird das Abwasser in einen Reaktor geleitet, indem sich Metallelektroden befinden. Das Metall der Anode geht als Hydroxid in Lösung, das als Flockungsmittel für die im Wasser enthaltenen Verunreinigungen wirkt.. Im Wasser gelöste Metalle werden an der Kathode reduziert. Im Rahmen eines sehr erfolgreichen Pilotprojektes in der schwedischen CS-Wäscherei Jarfälla/Stefansdorp erwies sich die Lösung nicht nur als chemiefrei, sondern auch als energieeffizient. Nach Solingen im Jahr 2020, wurde die Lösung im März 2021 auch in der Leipziger CWS-Wäscherei installiert.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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