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Sorgenkind Ostsee: Plastik reduzieren

08.02.2024 Ι Plastik stellt eine zunehmende Bedrohung für die Ökosysteme der Ostsee dar. Jährlich gelangen zwischen 4 und 12 Millionen Tonnen Plastik in die Meere. Tendenz: Steigend. Gemeinsam mit dänischen, schwedischen und polnischen Partnern startet die Universität Rostock und das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) ein Forschungsprojekt, das die Vermeidung von Meeresplastik an seiner Ursprungsquelle […]

von | 08.02.24

4 und 12 Millionen Tonnen Plastik in die Meeren.
Quelle: Clean Denmark
Millionen Tonnen Plastik landen jährlich im Meer
08.02.2024 Ι Plastik stellt eine zunehmende Bedrohung für die Ökosysteme der Ostsee dar. Jährlich gelangen zwischen 4 und 12 Millionen Tonnen Plastik in die Meere. Tendenz: Steigend. Gemeinsam mit dänischen, schwedischen und polnischen Partnern startet die Universität Rostock und das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) ein Forschungsprojekt, das die Vermeidung von Meeresplastik an seiner Ursprungsquelle bewirkt.

Länderübergreifende Maßnahmen sind gefragt, um dieses globale Umweltproblem anzugehen. Das Interreg-Projekt „Circular Ocean-bound Plastic“ (COP) wird über einen Zeitraum von drei Jahren mit knapp 2,02 Millionen Euro gefördert.

Plastik aus Oberflächwasser entfernen

80 % des Plastiks in der Ostsee stammt aus landbasierten Quellen. Dies beinhaltet städtische und ländliche Aktivitäten wie Industrie, Tourismus, Essen im Freien und andere Veranstaltungen in Ufernähe. Die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Forschungseinrichtungen und Kommunen in der Küstenregion entickelt gangbare Lösungen. Ziel: Den Eintrag von Plastik über Flüsse in die Ostsee reduzieren. Wichtig ist, das Plastik nahe an seiner Quelle aus dem Flusssystem zu entfernen. Anschließend prüft man Möglichkeiten für die Wiederverwendung und das Recycling von Meeresplastik.

Die Universität Rostock und das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde arbeiten in diesem Verbundprojekt mit Partnern aus Dänemark, Schweden und Polen zusammen. Die Identifzierung der wichtigsten Verschmutzungsquellen im Rostocker Stadtgebiet ist somit gesichert.

Auf dieser Grundlage werden Lösungen entwickelt, um das im Fluss befindliche Plastik effektiv zu sammeln und wiederzuverwerten. Basierend auf diesen Erkenntnissen erarbeitet man zusätzliche Vermeidungsstrategien, die nicht nur im Untersuchungsgebiet Rostock, sondern auch in den weiteren beteiligten Städten Aarhus in Dänemark, Malmö in Schweden und Danzig in Polen anwendbar sind. Neben maßgeschneiderten Lösungen, die unmittelbar an der Quelle der Verschmutzung ansetzen, kommen zudem Geräte zum Einsatz, die den Müll aus dem Oberflächenwasser des Flusses entfernen. Das eingesammelte Plastik wird später hinsichtlich seiner mechanischen und chemischen Recyclingfähigkeit bewertet. Schließlich werden Best-Practice-Beispiele entwickelt, um effektiv Plastikmeeresmüll in Rostock und anderen Städten entlang der Ostsee zu vermeiden und einzusammeln.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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