Generic filters
FS Logoi

Wichtige Meilensteine für den Hochwasserschutz in der Region Erft

Die Interkommunale Hochwasserschutzkooperation stellt die Weichen für einen effektiven Hochwasserschutz in der Erftregion.

von | 27.09.23

Die iHWSK Erft hat sich das Ziel gesetzt, Hochwasserschutz interkommunal – also von der Quelle bis zur Mündung – zu denken und umzusetzen.
Foto: AdobeStock/PhotographyByMK
Hochwasserschutz in der Region Erft
27.09.2023 Ι Seit rund einem Jahr stellt die Interkommunale Hochwasserschutzkooperation (iHWSK) die Weichen für einen effektiven Hochwasserschutz in der Erftregion. Die Kooperation, die im Juni 2022 als Antwort auf das verheerende Hochwasserereignis von 2021 ins Leben gerufen wurde, besteht derzeit aus 16 Kommunen, 3 Kreisen sowie dem Erftverband.

Die iHWSK Erft hat sich das Ziel gesetzt, Hochwasserschutz interkommunal – also von der Quelle bis zur Mündung – zu denken und umzusetzen. Dieser Ansatz spiegelt eine der wesentlichen Lehren aus der Hochwasserkatastrophe von 2021 wider und ist fest im Arbeitsplan des Umweltministeriums „Lernen aus dem Hochwasser – 10-Punkte Arbeitsplan Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“ verankert.

Kommunaler und interkommunaler Hochwasserschutz

Seit ihrer Gründung hat die iHWSK Erft in enger Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Köln die Inhalte kommunaler und interkommunaler Hochwasserschutzkonzepte abgestimmt. Auf dieser Grundlage hat der Erftverband Musterförderanträge und Leistungsbeschreibungen für die Mitgliedskommunen erarbeitet. Von bisher zwölf bei der Bezirksregierung eingereichten Förderanträgen zur Erstellung kommunaler Hochwasserschutzkonzepte wurden bis heute elf genehmigt. Zehn Kommunen haben bereits Ingenieurbüros mit der Umsetzung beauftragt.

Ein Gesamtkonzept schaffen

Die laufenden Arbeiten auf kommunaler Seite umfassen die Ermittlung des Ist-Zustands sowie die Vorbereitung der ersten von zwei Workshop-Serien. Diese Workshops informieren nicht nur über die iHWSK und die Erstellung der kommunalen Hochwasserschutzkonzepte, sondern nehmen auch Maßnahmenvorschläge der Bürger:innen auf, um diese in das Gesamtkonzept einzubeziehen.

Zu den nächsten Meilensteinen gehört zudem die Erstellung eines Workshop- und Kommunikationskonzepts mit dem im August 2023 beauftragten Konsortium, das den Kommunen die Kommunikation mit allen Interessensgruppen während der Erstellung der Hochwasserschutzkonzepte erleichtern soll. Die Termine für die einzelnen Kommunen bzw. Stadtteile sind auf der Homepage der Kooperation zu finden: https://hws-kooperation.erftverband.de/termine-2023-buergerworkshop.

Maßnahmen für überörtlichen Hochwasserschutz

Parallel zur Erarbeitung der kommunalen Hochwasserschutzkonzepte arbeitet der Erftverband im Rahmen der iHWSK auch an Maßnahmen, die den überörtlichen Hochwasserschutz verbessern sollen. Konkret handelt es sich um vier Hochwasserrückhaltebecken (HRB) und einen sogenannten Hochwasserabschlag, die sich in verschiedenen (Vor-)Planungsstadien befinden. Als Hochwasserabschlag wird eine spezielle Fläche bezeichnet, die überschüssiges Hochwasser von Hauptflüssen oder Gewässern ableiten kann, um die Auswirkungen von Überschwemmungen in gefährdeten Gebieten zu minimieren.

Koordinierter, effektiver Hochwasserschutz

Die iHWSK Erft hat damit in nur einem Jahr bedeutende Meilensteine erreicht und setzt so ein starkes Zeichen für einen koordinierten und effektiven Hochwasserschutz in der Region. Die Kooperation bleibt entschlossen, ihre Bemühungen fortzusetzen, um die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber zukünftigen Hochwasserereignissen zu stärken.

Zur Homepage des Erftverbandes

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, alle 2 Wochen in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

IFAT 2026 verzeichnet Rekordbeteiligung
IFAT 2026 verzeichnet Rekordbeteiligung

Die IFAT Munich 2026 hat mit rund 3.400 Ausstellern und etwa 142.000 Besuchenden neue Rekordwerte erreicht. Im Mittelpunkt der Weltleitmesse standen Wasserwirtschaft, Recycling und Circular Economy.

mehr lesen
Absorberanlagen zur PFAS-Entfernung im Trinkwasser
Absorberanlagen zur PFAS-Entfernung im Trinkwasser

Die Grünbeck AG stellt Filtersysteme zur Entfernung von PFAS in Trinkwasser vor. Die Anlagen sind für Wasserversorger, Kommunen und industrielle Anwendungen ausgelegt und sollen lang- sowie kurzkettige PFAS-Verbindungen aus belastetem Rohwasser entfernen.

mehr lesen
Ultrafeinstaub: Messungen zeigen Einfluss des Flughafens
Ultrafeinstaub: Messungen zeigen Einfluss des Flughafens

Das Forum Flughafen und Region (FFR) koordiniert eine Studie zum Ultrafeinstaub im Umfeld des Frankfurter Flughafens, die von einem Konsortium unter Federführung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) durchgeführt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass der Flughafen vor allem sehr kleine Partikel beeinflusst.

mehr lesen
KI-System für Klärschlammentwässerung
KI-System für Klärschlammentwässerung

GEA hat ein digitales System zur automatisierten Steuerung von Dekanterzentrifugen für Kläranlagen vorgestellt. Die Technologie kombiniert Sensorik, Echtzeitdaten und autonome Regelung, um Polymerverbrauch, Entsorgungskosten und Betriebsaufwand zu reduzieren.

mehr lesen
KI-Assistent für Druckluftanlagen
KI-Assistent für Druckluftanlagen

Forschende der Universität Stuttgart haben gemeinsam mit WRS Energie + Druckluft GmbH ein lokal betriebenes KI-System für Druckluftanlagen entwickelt. Es kombiniert ein Sprachmodell und einen digitalen Zwilling und soll den Anlagenbetrieb unterstützen.

mehr lesen

Sie möchten die F&S Filtrieren und Separieren testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die F&S kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03