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Feinstaubbelastung: Kein Land unter WHO-Richtwert

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Autor: Isabell Hochstrat

Feinstaubbelastung: Kein Land unter WHO-Richtwert

Der Weltluftqualitätsbericht 2021 des Schweizer Unternehmens IQAir zeigt: Kein Land kann den neuesten WHO-Richtwert für die jährliche Feinstaubbelastung (PM2,5) von unter 5 Mikrogramm pro Kubikmeter einhalten.

Analyse von Feinstaubverschmutzung

Der Bericht ist der erste globale Luftqualitätsbericht, der auf der neuen Luftqualitätsrichtlinie der WHO für PM2,5 basiert. Er analysiert die Luftverschmutzungsmessungen von Luftüberwachungsstationen in 6.475 Städten in 117 Ländern, Regionen und Territorien. Die neue Richtlinie wurde im September 2021 veröffentlicht und senkte den bisherigen jährlichen PM2,5-Richtwert von 10 µg/m3 auf 5 µg/m3. Der Bericht analysiert PM2,5-Luftverschmutzungsmessungen von Luftüberwachungsstationen in 6.475 Städten in 117 Ländern, Regionen und Territorien.

Feinstaubverschmutzung, bekannt als PM2,5, wird allgemein als der schädlichste, umfassend überwachte Luftschadstoff angesehen. Er hat sich als ein wesentlicher Faktor für negative gesundheitliche Auswirkungen wie Asthma, Schlaganfall, Herz- und Lungenerkrankungen erwiesen.

Die wichtigsten Ergebnisse

Die Luftverschmutzung in Europa ist vor allem in den Ländern des Balkans alarmierend hoch. Den Spitzenwert erreicht Montenegro mit rund 35,2 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresdurchschnitt. In der DACH-Region sind Feinstaubbelastungen zu verzeichnen, die zwar unter dem europäischen Durchschnittswert von 13,9 Mikrogramm liegen, sich jedoch weit entfernt vom WHO-Richtwert befinden – in Deutschland erreicht die Belastung im Jahresdurchschnitt 10,6 Mikrogramm, in Österreich sind es 10,8 und in der Schweiz 11,5 Mikrogramm. Die sauberste Luft haben die Messungen in Finnland ergeben – mit einer Feinstaub-Konzentration von 5,5 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde das WHO-Ziel nur um 0,5 Mikrogramm verfehlt.

Global betrachtet erfüllte kein Land den Richtwert und nur 222 von 6.475 Städten weltweit erfüllten dem Bericht zufolge die neue PM2.5-Richtlinie der WHO. Demgegebüber registrierten 93 Städte Feinstaubwerte, die um das Zehnfache die WHO-PM2,5-Richtlinie überstiegen. Die fünf am stärksten verschmutzten Länder im Jahr 2021 waren Bangladesch, Tschad, Pakistan, Tadschikistan und Indien.

Fazit

„Es ist eine schockierende Tatsache, dass keine Großstadt oder kein Land ihren Bürgern gemäß den neuesten Luftqualitätsrichtlinie der Weltgesundheitsorganisation sichere und gesunde Luft bietet“, sagte Frank Hammes, CEO von IQAir. Der Bericht zeigt, wieviel noch getan werden muss, um jedem Menschen Zugang zu sauberer und gesunder Luft zu verschaffen.

Weitere Informationen bei Statista und www.iqair.com

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