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Recycling von Bauabfällen: Nachhaltigkeitspreis für Aufbereitungsanlage

Die Max Wild GmbH mit Sitz in Berkheim, Baden-Württemberg, erhielt jüngst den „Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2023“ in der Kategorie „Technologie ­– Umwelt“. Prämiert wurde das Konzept des Unternehmens für das Recycling von Bauabfällen.

von | 23.06.23

Geschäftsführer Markus Wild (rechts) und Gregor Silvers, Geschäftsfeldleiter Flächenrecycling, empfingen den Preis.
Foto: Pedro Becerra / ntv / DISQ / DUP
23.06.2023 | Die Max Wild GmbH mit Sitz in Berkheim, Baden-Württemberg, erhielt jüngst den „Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2023“ in der Kategorie „Technologie ­– Umwelt“. Prämiert wurde das Konzept des Unternehmens für das Recycling von Bauabfällen.

In einer nassmechanischen Aufbereitungsanlage am firmeneigenen Entsorgungszentrum Eichenberg (Berkheim) werden mineralische Bauabfälle, wie Gleisschotter und Bodenaushub gereinigt und in den Kreislauf zurückgeführt. Seit Inbetriebnahme im August 2020 wurden insgesamt über 300.000 Tonnen mineralische Bauabfälle zu 291.000 Tonnen Recyclingbaustoffen und Filterkuchen aufgearbeitet.

Baubranche im Umschwung

Markus Wild, einer der Geschäftsführer der Max Wild GmbH, freute sich sehr über diese Auszeichnung. „Die gesamte Baubranche erlebt gerade einen Umschwung und wir sind stolz, dass wir mit unserer Bodenwaschanlage einen wichtigen Beitrag zu mehr Recycling und Ressourceneffizienz leisten und in diesem Bereich zu den Vorreitern zählen. Wir wissen, dass die Akzeptanz für Sekundärrohstoffe am Bau heutzutage häufig noch fehlt. Dabei stehen sie den Primärrohstoffen in nichts nach. Das Wiederverwerten von mineralischen Bauabfällen und der verstärkte Einsatz von zertifizierten Recyclingbaustoffen ist die Zukunft“.

Mehrstufiges Aufbereitungsverfahren

Die nassmechanische Aufbereitungsanlage reinigt Gleisschotter und Bodenaushub, sogar belastete Böden. Die Recyclinganlage trennt den Boden in seine Einzelbestandteile durch ein mehrstufiges Verfahren; die Eingangsmaterialien werden also „gewaschen“. Die bei der Reinigung freigelegten Sand- und Kiesfraktionen werden als gleichwertige Sekundärbaustoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Auch in Betonfertigteilen, Kellerwänden, Geschossdecken oder als Asphalt-Zugschlagstoffe bekommen die recycelten Bauabfälle ein zweites Leben.

„97 Prozent des Input-Materials … können wir in unserer Anlage dank modernster Aufbereitungstechnologien zu zertifizierten Sekundärbaustoffen aufarbeiten. Das sind im Jahr rund 145.000 Tonnen“, erklärt Gregor Silvers, Geschäftsfeldleiter Flächenrecycling bei Max Wild.

Neben der gesteigerten Wertschöpfung der aufbereiteten Fraktionen reduziert diese Aufbereitung die zu entsorgende Restmenge und die Entsorgungskosten auf ein Minimum.

Der Reinigungsprozess

Das angelieferte Material wird vor der eigentlichen Wäsche auf eine Korngröße von 0/80 mm abgesiebt und direkt der Anlage zugeführt. In der Recyclinganlage wird das Waschgut (0/80 mm) durch den Eintrag mechanischer Energie getrennt und aufgeschlossen. „Wir können uns das vorstellen wie bei in einer Kartoffelwäsche“, verdeutlicht Gregor Silvers. Nachgeschaltete Siebanlagen trennen die einzelnen Gesteinskörnungen.

Blick ins Innere der Bodenwaschanlage: Die nassmechanische Aufbereitungsanlage von Max Wild reinigt Gleisschotter und gering belasteten Bodenaushub.

Dieses Separieren ist die wesentliche Leistung der Anlage: Sie trennt bzw. klassiert das Gut in die unterschiedlichen, marktgängigen Gesteinskörnungen. Daraus entstehen individuelle Korngemische, die wiederum als recycelte Sande und Kiese auf Baustellen bzw. als Zuschlagstoffe in Beton- oder Asphaltmischwerken zum Einsatz kommen.

Deutscher Award für Nachhaltigkeitsprojekte

Mit dem „Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte“ werden seit 2021 nachhaltige Projekte aus allen Wirtschaftsbereichen ausgezeichnet. Initiatoren sind das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ), der Nachrichtensender n-tv und das Magazin DUP Unternehmer. Aus 283 Unternehmen und deren Projekten kürte die Jury des diesjährigen „Deutschen Awards für Nachhaltigkeitsprojekte“ insgesamt Unternehmen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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