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PFAS-Polymere: Suche nach Ersatzmaterialien

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Autor: Hildegard Lyko

Quelle: Fraunhofer LBF
27.06.2023 | Mehrere tausend Chemikalien der PFAS-Gruppe sollen zukünftig EU-weit verboten werden. Also müssen möglichst schnell Ersatzstoffe gefunden werden. Dazu startet das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF ein Verbundprojekt und sucht noch Projektpartner aus der Industrie.

PFAS-Polymere: teure Materialien mit langer Lebensdauer

Zu den über 10.000 Per- und Polyfluoroalkyl-Chemikalien (PFAS), die auf der Vorschlagsliste der ECHA für ein zukünftiges Verbot stehen, gehören Nicht-Polymere sowie Fluorpolymere wie Polytetrafluorethylen (PTFE), Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Copolymere (FEP) oder Fluorkautschuke. Diese werden unter anderem in Dichtungen, Kabeln und Beschichtungen eingesetzt.

Da PFAS-Polymere schon wegen der Kosten oftmals nur dort eingesetzt werden, wo ihre herausragenden Eigenschaften (z.B. hohe thermische und chemische Beständigkeit, Verschleißfestigkeit, elektrische Isoliereigenschaften etc.) dies erfordern, ist ein Ersatz durch andere Materialien nicht ohne Weiteres möglich. Außerdem sind Produkte wie Pumpen, Kompressoren oder Armaturen, in denen heute PFAS-Komponenten enthalten sind, meist sehr langlebig und über die aktuell diskutierten Übergangsfristen von bis zu 13,5 Jahren in Gebrauch.

Alternativen müssen frühzeitig gefunden werden

Das Ziel dieses neuen Verbundprojektes ist, den relevanten Stand der Technik und Wissenschaft im Kontext PFAS-Substitution für Polymere am Beispiel ausgewählter Anforderungsprofile, Materialien und Anwendungen zusammenzutragen und zu bewerten. Ferner sollen die Möglichkeiten, Vor- und Nachteile, Grenzen und Chancen möglicher Ansätze zur Substitution von PFAS-Polymeren aufgezeigt werden. Diese werden es den Projektbeteiligten ermöglichen, die eigene Situation und die aus einem möglichen PFAS-Verbot resultierenden, individuellen Herausforderungen und Möglichkeiten besser einzuschätzen.

Projektpartner aus der Industrie gesucht

Für das Projekt werden noch Industriepartner gesucht. Mindestens zehn Teilnehmer sollten sich bis zum geplanten Start am 1. September 2023 zusammenfinden. Die Projektlaufzeit beträgt neun Monate.

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