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KI-basierte Sortiertechnologie: Kreisläufe für Kunststoffe

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Autor: Birgit Mirwald

Die einzigartige Sensorkombination von Farb- und Hyper Spectral Imaging-Nahinfrarot-Sensor ermöglicht neue Sortieranwendungen.
Foto: Remondis
Kunststoffe Sortieranlage
14.09.2023 Ι RE Plano, eine Tochtergesellschaft der Remondis-Gruppe, hat eine hochmoderne Sortieranlage in Bochum errichtet.

Mit den Sortieranlagen der Firma Steinert konnten sie so geschlossene Kreisläufe für Polyolefine schaffen, wie sie in der Industrie für PET bereits realisiert wurden. KI-basierte Sortiertechnologie ebnet dabei den Weg für neue Closed-Loop-Anwendungen besonders schwierig zu sortierender Kunststofffraktionen.

Kunststoffe: Geschlossene Kreisläufe schaffen

RE Plano hat das Ziel, den mit Polyethylenterephthalat (PET) erreichten Erfolg der Kreislaufwirtschaft auch für die Materialien Polyethylen (PE, HD-PE) und Polypropylen (PP) zu wiederholen. Um dieses Ziel zu erreichen und die Anlage wirtschaftlich betreiben zu können, müssen auch Kunststofffraktionen auf Reinheiten von über 97 % sortiert werden – in Kunststoffart und ¬ farbe. Weiße und naturfarbene Kunststoffe sowie ein- und mehrschichtige Verpackungen werden beispielsweise wegen ihrer schwierigen Unterscheidbarkeit oft vernachlässigt.

Dr. Harald Lehmann, Business Development & Niederlassungsleiter bei RE Plano Bochum, lobt die Zusammenarbeit: „Mit der Unterstützung von STEINERT haben wir eine Lösung gefunden, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht und die Grenzen des Möglichen in der Kunststoffsortierung verschiebt.“ Die Kooperation ist ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft, in der Ressourcen immer wieder neu genutzt werden.

Schwierige Kunststoffe sortieren

Die hohe Effizienz entsteht durch KI-basierte Sortiertechnologie und hochintegrierte Prozesse. So stammt ein Großteil der zu verarbeitenden Kunststoffe aus Remondis-eigenen Sortieranlagen für Leichtverpackungen. Sie gelangen konzernintern in die Aufbereitung. Letztendlich entstehen im so hochwertige Rezyklate (PCR). Die KI-basierte Technologie Intelligent Objec Identifier kombiniert Farb- und Nahinfrarotsensor (NIR) mit Hyper Spectral Imaging (HSI) Technologie.

Die Kombination ermöglicht nicht nur eine flexible Reaktion auf zukünftige Anforderungen, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für bisher unlösbare Sortieraufgaben. Dazu gehören beispielsweise die Sortierung schwierig zu unterscheidender Kunststofffraktionen. Auch die Abtrennung von Silikonkartuschen ist mit der Technologie möglich – diese können eine PE-Kunststofffraktion bis zur Unbrauchbarkeit verunreinigen.

Richtung: Kunststoff-Kreislaufwirtschaft

„Nach nur sechs Monaten Bauzeit ist es uns gelungen, eine Sortieranlage zu realisieren, die durch eine hocheffiziente Sortierung eine Prozessverbesserung hin zu gleichmäßigeren, sortenreinen Kunststoffen ermöglicht“, betont Dr. Harald Lehmann.

Die Anlage kann rund 30.000 Tonnen Kunststoffe pro Jahr sortieren und ist damit ein wichtiger Schritt in Richtung einer Kunststoff-Kreislaufwirtschaft.

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