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Industrielle Gemeinschaftsforschung: die meisten Projekte in NRW

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Kippels, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, informierte sich beim Kerpener Unternehmen Boll & Kirch Filterbau GmbH über die Umsetzung von aktuellen Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung in Nordrhein-Westfalen.

von | 30.06.21

„Wir brauchen mehr volkswirtschaftliche Debatten, auch in Sachen Klima- und Umweltschutz. Die AiF als Schnittstelle zwischen Forschungsergebnissen und technischen Entwicklungen und eben der Transfer dieser Themen zu den Unternehmen und auch den Menschen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wie zum Beispiel heutige Herausforderungen im Bereich Luft- und Wasseraufbereitung durch Forschungsförderung angegangen werden können und warum das die industrielle, aber ökologische Zukunft ist, habe ich heute eindrucksvoll erfahren“, erklärte Dr. Georg Kippels, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU) und Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, am 17.6.2021 bei der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH in Kerpen. Er informierte sich über die Umsetzung von aktuellen Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung in Nordrhein Westfalen und tauschte sich mit Unternehmensvertretern, einer Forschungsvereinigung und der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. aus.

Seit über 70 Jahren werden bei der Boll & Kirch Filterbau GmbH  Spezial- und Industriefilter entwickelt und hergestellt. Die Anwendungsgebiete umfassen den Schutz von Wasser- und Reinigungssystemen, Motoren, Kompressoren und Turbinen. Dazu gehören beispielsweise die Reinigung von Abgasen, die Wasseraufbereitung zum Schutz des Meerwassers sowie das weite Feld der erneuerbaren Energien. „Wir sind ein global agierender Hersteller und Spezialist für maßgeschneiderte Filtrationslösungen. Um unsere Technologieführerschaft dauerhaft zu
sichern und auszubauen, unterhalten wir eine große Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Dort arbeitet ein vielköpfiges Ingenieur-Team an neuen Filtern und Filterelementen. Zahlreiche durch Patente und Gebrauchsmuster geschützte Eigenentwicklungen belegen den Erfolg unserer Bemühungen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Unternehmenserfolges ist aber auch die Kooperation mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Entwicklung neuer Produkte innerhalb der Industriellen Gemeinschaftsforschung,“ sagte Stefan Starke, Geschäftsführer der Boll & Kirch  GmbH.

IUTA betreut aktuell 46 IGF-Projekte zur Energie- und Umwelttechnik

In drei ganz aktuellen IGF-Projekten, an denen das Unternehmen mitarbeitet, sollen unter anderem die Drainageeigenschaften von Filtern optimiert oder ein Werkzeug zur verbesserten Herstellung von Druckluftfiltern entwickelt werden. Das Unternehmen kooperiert dabei mit dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e. V. (IUTA) mit Sitz in Duisburg. Als AiF-Mitglied initiiert und organisiert die Forschungsvereinigung IGF-Projekte auf dem Gebiet der Energie- und Umwelttechnik. „Die Industrielle Gemeinschaftsforschung ist auf mittelständische Unternehmen zugeschnitten, die in unterschiedlichster Form von den Ergebnissen der vorwettbewerblichen Forschung, beispielsweise durch aktive Einbringung bei der Projektgenese, durch projektspezifische Transfermaßnahmen und Mitwirkung in den projektbegleitenden Ausschüssen, profitieren. Wir sehen uns als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Derzeit arbeiten wir an 46 laufenden IGF-Projekten. In den vergangenen drei Jahrzehnten konnten wir über 260 Forschungsvorhaben innerhalb der IGF umsetzen“, erklärte Dr.- Ing. Stefan Haep, Geschäftsführer des Instituts, bei dem Treffen.

NRW führend bei IGF-Forschungsvorhaben

In dem bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland werden die meisten IGF-Forschungsvorhaben realisiert. „Im vergangenen Jahr wurden dafür 56,4 Millionen Euro, mehr als ein Viertel des Gesamtbudgets der Industriellen
Gemeinschaftsforschung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, eingesetzt. Damit ist Nordrhein-Westfalen traditionell klarer Favorit bundesweit“, erklärte Andrea Weißig, AiF-Geschäftsführerin Forschungspolitik. Der weiter steigende Bedarf an dieser Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen in ganz Deutschland zeige sich auch an der hohen Anzahl der eingereichten und von den unabhängigen Gutachtern der AiF als „sehr gut“ bewerteten Vorhaben, die aber aus Budgetgründen noch nicht bewilligt werden konnten. Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen
Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2020 setzte die AiF über 548 Mio. Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie 13 Mrd. Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte 240.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

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