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Demokratie-Initiative für die Wirtschaft startet mit sechs Pilotunternehmen

Sechs namhafte Unternehmen treten ab 1. März der Ausbreitung von Verschwörungsmythen in Form einer Demokratie-Initiative bewusst entgegen. Gemeinsam mit dem „Business Council for Democracy“ (#BC4D) wollen sie neue Wege zur Stärkung der Demokratie erproben.

von | 08.03.21

Verschwörungsmythen und Desinformationen beispielsweise in Bezug auf die Pandemie werden immer häufiger gestreut. Die Wirtschaft schaut da allerdings nicht tatenlos zu: Sechs namhafte Unternehmen treten ab 1. März der Ausbreitung in Form einer Demokratie-Initiative bewusst entgegen. Gemeinsam mit dem „Business Council for Democracy“ (#BC4D) wollen sie neue Wege zur Stärkung der Demokratie erproben. In dem Pilotprojekt können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Unternehmen über einen Zeitraum von zwei Monaten in digitaler Bürgerkultur schulen lassen und Kenntnisse und Kompetenzen für die Kommunikation im Netz erwerben. Denn manipulative, falsche und sogar gewalttätige Inhalte verbreiten sich via Internet immer schneller.

Die sechs Unternehmen der Demokratie-Initiative

Die sechs Pilotunternehmen sind Evonik, Kion Group, Volkswagen AG, NOMOS Glashütte, UFA GmbH und die ALBA Group. Die Teilnahme der Beschäftigten an diesem neuen Format politischer Bildung ist freiwillig, unparteilich und findet während der Arbeitszeit statt.

Iniviative wurde im Herbst 2020 gestartet

Das BC4D ist eine gemeinsame Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, des Institute for Strategic Dialogue (ISD Germany gGmbH) und der Robert Bosch Stiftung GmbH. Sie wurde im Herbst 2020 gestartet. „Wir sind überzeugt, dass die Debattenkultur im Netz entscheidend ist für die Stärke der Demokratie – dafür ist Aufklärung nötig, die über die vielen bestehenden Angebote für Jugendliche hinausgeht“, erklärt Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Die Bereitschaft von Unternehmen, dazu beizutragen, sei da.

Im Rahmen des Projektes werden kleine Gruppen von 15 bis 20 Beschäftigten in sogenannten „Lunch and Learn“-Formaten zu den Themen Hass- und Gegenrede, Desinformation und Verschwörungsmythen geschult. Corona bedingt finden die interaktiven Formate vorläufig als Webinare statt. Die Inhalte haben renommierte Expertinnen für den Bereich digitaler Kommunikation und Desinformation entwickelt, unter anderem die Buchautorin Katharina Nocun.

Mehr Informationen zur Demokratie-Initiative können Sie hier nachlesen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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