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Beton: Wiederverwertung von Ressourcen

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Autor: Charlotte Quick

Beton: Wiederverwertung von Ressourcen
Otto von Guericke-Preisträger 2022 Anja Tusch und Jonas Lillig © AiF
13.12.2022 Ι Das junge Forscherteam Anja Tusch und Jonas Lillig von der Technischen Universität Kaiserslautern wurde am 30. November 2022 mit dem Otto von Guericke-Preis ausgezeichnet. Die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes ermöglichen eine Ressourcenschonung durch kreislaufgerechte Verwendung von Restbeton.

Bauen ist rohstoff- und energieintensiv

„Bei der Transportbetonproduktion fallen Überschuss- und Restmengen an, die dem Wertstoffkreislauf relativ einfach wieder zugeführt werden können, wenn Restwasser und Gesteinskörnung in einer Recyclinganlage getrennt werden“, erklärt Professor Wolfgang Breit, Fachgebietsleiter Werkstoffe im Bauwesen, Fachbereich Bauingenieurwesen der Technischen Universität Kaiserslautern.

Obwohl die notwendigen Recyclinganlagen in fast allen Werken vorhanden sind, darf neuer Beton derzeit höchstens fünf Prozent wiedergewonnene Gesteinskörnung enthalten. Somit ist eine Entsorgung des gewonnenen Materials meist einfacher umzusetzen als eine Wiederverwertung.

Empfehlung für neue Beton-Norm

Ziel des Projektes war es, zu untersuchen, wieviel wiedergewonnene Gesteinskörnung direkt im Beton wiedereingesetzt werden kann, ohne dabei eine Verschlechterung der Betoneigenschaften befürchten zu müssen. Das Forscherteam der TU Kaiserslautern führte Labor- und Praxisversuche durch, um herauszufinden, ob eine Anpassung der aktuellen Norm notwendig ist. Ein kurzer Film zum Projekt steht auf der Aif-Webseite zur Verfügung.

„Unsere Untersuchungen zeigen, dass die wiedergewonnenen Gesteinskörnungen in ihren Eigenschaften denen von natürlichen gleichwertig sind, sodass Austauschquoten von bis zu 25 Prozent problemlos möglich sind. Daher haben wir gemeinsam mit dem projektbegleitenden Ausschuss eine Regelwerksempfehlung erstellt, die zur Überarbeitung der aktuell diskutierten nationalen und europäischen Betonnorm dient“, so Jonas Lillig.

Ökologische und wirtschaftliche Vorteile

Martin Unterluggauer von der TRAPOBET Transportbeton GmbH Kaiserslautern KG erklärt, dass die Transportbetonhersteller künftig beinah 100 Prozent ihrer Rest- und Rückbetonmengen wieder verarbeiten könnten. Dadurch würden Ressourcen geschont. Da die Branche jährlich viele Millionen von Kubikmetern Beton produziere, stecke darin großes Potential.

Dieses IGF-Vorhaben leistet einen aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung im Bauwesen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen der Transportbetonindustrie würden profitieren, schätzt Andreas Tuan Phan, Geschäftsführer des AiF-Mitglieds „Forschungsgemeinschaft Transportbeton e.V. (FTB)“ ein. Abschließend hebt er hervor: „Die zeitnah geplante Einführung der neuen Betonnorm DIN 1045-2 bietet nämlich für Transportbetonhersteller enorme ökologische und wirtschaftliche Vorteile.“

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