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Batterierecycling: erstes gemeinsames Zentrum für Batteriematerialien und -recycling eingeweiht

Am 29. Juni 2023 feierte BASF gemeinsam mit Kunden, Politikern und Partnern die Einweihung des ersten gemeinsamen Zentrums zur Herstellung von Kathodenmaterialien und für das Batterierecycling in Schwarzheide. Damit ist BASF das erste Unternehmen, das den Kreis der europäischen Wertschöpfungskette für Batteriematerialien schließt.

von | 04.07.23

Auftakt für BASFs Anlage zum Batterierecycling, in der schwarze Masse hergestellt wird
BASF
04.07.2023 | Am 29. Juni 2023 feierte BASF gemeinsam mit Kunden, Politikern und Partnern die Einweihung des ersten gemeinsamen Zentrums zur Herstellung von Kathodenmaterialien und für das Batterierecycling in Schwarzheide. Damit ist BASF das erste Unternehmen, das den Kreis der europäischen Wertschöpfungskette für Batteriematerialien schließt.

Die Anlage in Schwarzheide ist die erste Produktionsstätte für hochleistungsfähige Kathodenmaterialien in Deutschland und auch die erste vollautomatische Großproduktionsanlage für diese Produkte in Europa.  Mit dem Start der Produktion in Deutschland produziert das Chemieunternehmen nun in allen drei Hauptmärkten weltweit: Europa, Asien und Nordamerika.

Leistungsstarke Kathodenmaterialien – ein wesentlicher Bestandteil von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge. Vergrößerung 1400:1

Stärkung der Wirtschaft – im Land und am Standort

Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, sagt dazu: „Die Kombination einer hochmodernen Batterie-Kathodenmaterialproduktion und einer Recyclinganlage fügt Deutschlands wachsendem Batterie-Ökosystem ein zentrales Puzzlestück hinzu. Das Vorhaben von BASF steigert unsere Souveränität entlang der Wertschöpfungskette, fördert die Kreislaufwirtschaft und stärkt so die Wirtschaftssicherheit.“. Das Projekt stehe auch mustergültig für die laufende Transformation am Standort Schwarzheide: „Dort, wo lange Zeit Kohle zu Benzin verflüssigt wurde, soll künftig das Aktivmaterial für Elektroauto-Batterien produziert werden. Wir freuen uns, diesen Wandel mit der IPCEI-Förderung zu unterstützen.“

Die Produktionsanlage für Kathodenmaterialien ist bereits für die nächsten Jahre ausverkauft. Nach Angaben von BASF ist der CO2-Fußabdruck der dort hergestellten Materialien deutlich geringer als in der Branche üblich. Dazu tragen effiziente Produktionstechnologien mit minimiertem Energieverbrauch und ein hoher Anteil an erneuerbaren Energien bei.

Unterstützung von der EU

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič, betonte, wie wichtig es ist, eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Wertschöpfungskette für die Herstellung von Batteriezellen in Europa zu schaffen.

„Der EU-Batteriemarkt wächst sehr schnell. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach Batterien in den kommenden Jahren sowohl für die Mobilität als auch für die Speicherung weiter drastisch steigen wird, und unsere Wettbewerber drängen ebenso auf diesen Markt. Vor diesem Hintergrund ist die Europäische Kommission bestrebt, ein solides Batterie-Ökosystem in Europa zu schaffen. Daher haben wir die Europäische Batterie-Allianz ins Leben gerufen, die geholfen hat, dass mehr als 180 Milliarden € an privaten Investitionen getätigt wurden. Die BASF-Anlage hat von dieser Arbeit profitiert.“

Herstellung von schwarzer Masse aus Altbatterien

Ausgediente Batterien und Abfälle aus der Batterieproduktion werden in der neuen Anlage mechanisch zu schwarzer Masse verarbeitet. Diese enthält wichtige Metalle, die zur Herstellung von Kathodenmaterialien verwendet werden: Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan. In einem zweiten Schritt können diese wertvollen Metalle auf möglichst nachhaltige Weise chemisch zurückgewonnen und zur Herstellung neuer Kathodenmaterialien verwendet werden. Der Bau einer Anlage zur Herstellung von schwarzer Masse hat bereits begonnen, und die Produktion wird voraussichtlich 2024 aufgenommen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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