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Weltwassertag 2022: „Unser Grundwasser – der unsichtbare Schatz“

Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels ist mit häufigerem regionalem „Wasserstress“ in Deutschland zu rechnen. Anlässlich des heutigen Weltwassertages appelliert der Präsident der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW), Prof. Lothar Scheuer, den Umgang mit unserem Grundwasser zu verbessern. Wasser muss für alle da sein „Wir müssen noch stärker Wert schätzen, was wir an Trinkwasserressourcen noch […]

von | 22.03.22

Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels ist mit häufigerem regionalem „Wasserstress“ in Deutschland zu rechnen. Anlässlich des heutigen Weltwassertages appelliert der Präsident der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW), Prof. Lothar Scheuer, den Umgang mit unserem Grundwasser zu verbessern.

Wasser muss für alle da sein

„Wir müssen noch stärker Wert schätzen, was wir an Trinkwasserressourcen noch haben und diese nicht leichtfertig aufgrund von einzelnen wirtschaftlichen Interessen aufs Spiel setzen – Wasser muss für alle da sein“, so Prof. Lothar Scheuer in einer Pressemitteilung zum internationalen Wassertag 2022.

Obwohl die bestehende Rechtslage der öffentlichen Wasserversorgung den Vorrang gewährleisten soll, wird deren wachsende Bedeutung in der Praxis nicht immer hinreichend berücksichtigt. Deshalb spricht sich die AöW für den konsequenten Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung aus und fordert die Politik auf, in anderen Sektoren den sparsamen und sorgsamen Umgang mit Wasser voranzubringen.

Aktuelle Beispiele an Nutzungskonkurrenzen

Die Bemühungen im hessischen Ried, die Diskussionen um Wasser aus der Lüneburger Heide für Städte im Norden, neue Coca-Cola-Förderbrunnen in Niedersachsen, der Wasserbedarf des Tesla-Werks in Brandenburg oder die Ansiedlung eines Batteriewerks im Saarland sind nur einige der jüngsten Beispiele, die öffentliches Interesse fanden. Und solche Fälle werden, so die AöW, zunehmen.

Verantwortliche stärker in die Pflicht nehmen

Dazu sei es erforderlich, noch stärker den gesamten Wasserkreislauf in den Blick und sämtliche Verursachenden angemessen in die Verantwortung zu nehmen. Die Lösungsstrategien dazu zielen auf Vorsorge, Vermeidung und Kostentragung ab. Hier ist die Bundesregierung mit den Ländern in der Pflicht, endlich in die praktische Umsetzung zu kommen.

Gerade hierfür sei die Ausstattung mit qualifiziertem Personal und ausreichenden Finanzmitteln essentiell. Das Problem drängt sich in den wasserpolitischen Themenfeldern immer wieder auf – dieses müssen Behörden, die öffentliche Wasserwirtschaft sowie nachgelagerte Auftragnehmer zur Priorität machen – doch es fehle an Antworten seitens der Politik.

Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung sind für die öffentliche Wasserwirtschaft erfolgreiche Grundlage, um auch die Weiterentwicklung des Wassermanagements ökonomisch wie ökologisch effizient voranzutreiben. Damit ist die öffentliche Wasserwirtschaft der richtige Partner für intelligente und regional angepasste Lösungen, um die Bewirtschaftung der begrenzten Ressource auch künftig verantwortungsvoll und nachhaltig auszugestalten.

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW)

Die AöW ist die Interessenvertretung der öffentlichen Wasserwirtschaft in Deutschland. Zweck des Vereins ist die Förderung der öffentlichen Wasserwirtschaft durch die Bündelung der Interessen und Kompetenzen der kommunalen und verbandlichen Wasserwirtschaft.

Weitere Informationen unter www.aoew.de

Das AöW-Positionspapier zur Nutzungskonkurrenz über Wasserressourcen finden Sie hier

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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