Generic filters
FS Logoi

Ruhr-Symposium: Mehr Recycling bei Funktionswerkstoffen

Beim RUHR-Symposium an der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 17. Oktober beraten Expert:innen, wie die wertvollen Stoffe aus den entsprechenden Bauteilen zurückgewonnen werden können.

von | 10.10.23

Beim Ruhr-Symposium an der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 17. Oktober beraten Expert:innen, wie die wertvollen Stoffe aus den entsprechenden Bauteilen zurückgewonnen werden können. Beim anschließenden öffentlichen Nachhaltigkeitstalk steht die Recyclingkette im Ruhrgebiet im Fokus.

Das Ruhr-Symposium organisiert das Zentrum für Nanowissenschaften CENIDE und das Center Automotive Research (CAR) an der UDE. Weitere Themen des Symposiums im Fraunhofer-inHaus-Zentrum am Forsthausweg in Duisburg sind das Recycling von Seltenen Erden, Lithium-Ionen-Batterien oder Permanentmagneten.

Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Erzeugung erneuerbarer Energien: Funktionswerkstoffe wie Lithium, Cobalt oder Seltene Erden. Enthalten sind sie in elektronischen Bauteilen, Batterien oder Magnetwerkstoffen. Die Nachfrage nach den Rohstoffen steigt mit Voranschreiten der Energiewende, und so auch ihre Preise. Eine Lösung: Recycling. Das findet bisher jedoch kaum statt.

„Die steigenden Rohstoffpreise auf den Märkten und die gestiegene Nachfrage im Zuge der Energiewende, insbesondere für die Batterien von Elektroautos, machen es notwendig, Funktionswerkstoffe zu recyceln“, betont Prof. Dr. Rüdiger Deike. Im Unterschied zu vielen Metallen gibt es jedoch bisher nur wenige etablierte Recyclingverfahren für Funktionswerkstoffe. „Die Werkstoffe sind in Produkten aber auch in Abfällen extrem feinverteilt, das macht das Recycling schwieriger“, so Deike.

Recyclingprozess am Beispiel Schlacke

Wie ein Recyclingprozess dennoch funktioniert, zeigt Ida Adhiwiguna, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Metallurgie und Umformtechnik der UDE beim RUHR-Symposium am Beispiel des Forschungsprojektes EMSARZEM. Jährlich werden Adhiwiguna zufolge in Deutschland etwa 26 Millionen Tonnen Müll verbrannt. Es bleiben 6 Mio. Tonnen Schlacke zurück. In der Feinfraktion der Schlacke, die in Deutschland aktuell im Deponiebau verwertet wird, stecken wertvolle Rohstoffe: Kupfer, Gold, Eisen und mineralische Verbindungen wie Calciumoxid und Siliciumdioxid gehören beispielsweise dazu.

„Wir haben ein Verfahren entwickelt, mit dem wir die Schlacke fein mahlen und so in ihre Bestandteile zerlegen können. So gewinnen wir die Nicht-Eisen-Metalle und das Eisen wieder zurück und die restliche mineralische Fraktion kann zur Herstellung von Zement- und Beton genutzt werden.“, erklärt Deike.

Ruhr-Symposium wieder mit Führung und Talk

Wie im vergangenen Jahr schließt das Ruhr-Symposium wieder mit einem öffentlichen Programm ab. Interessierte können um 17:30 an einer Führung durch das NETZ (NanoEnergieTechnikZentrum) teilnehmen und ab 18:30 beim Duisburger Nachhaltigkeitstalk mehr über die Kreislaufwirtschaft im Ruhrgebiet erfahren. Um Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen und Anmeldung

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, alle 2 Wochen in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Edelstahl-Bremsscheiben reduzieren Feinstaubemissionen
Edelstahl-Bremsscheiben reduzieren Feinstaubemissionen

Ein Projektkonsortium mit Beteiligung des Fraunhofer IWU hat eine Bremsscheibe aus Edelstahl entwickelt, die den Abrieb deutlich reduzieren soll. Die Lösung erfüllt laut Projektteam die künftigen Anforderungen der Euro-7-Norm an Feinstaubemissionen von Bremsen.

mehr lesen
IFAT 2026 verzeichnet Rekordbeteiligung
IFAT 2026 verzeichnet Rekordbeteiligung

Die IFAT Munich 2026 hat mit rund 3.400 Ausstellern und etwa 142.000 Besuchenden neue Rekordwerte erreicht. Im Mittelpunkt der Weltleitmesse standen Wasserwirtschaft, Recycling und Circular Economy.

mehr lesen
Absorberanlagen zur PFAS-Entfernung im Trinkwasser
Absorberanlagen zur PFAS-Entfernung im Trinkwasser

Die Grünbeck AG stellt Filtersysteme zur Entfernung von PFAS in Trinkwasser vor. Die Anlagen sind für Wasserversorger, Kommunen und industrielle Anwendungen ausgelegt und sollen lang- sowie kurzkettige PFAS-Verbindungen aus belastetem Rohwasser entfernen.

mehr lesen
Ultrafeinstaub: Messungen zeigen Einfluss des Flughafens
Ultrafeinstaub: Messungen zeigen Einfluss des Flughafens

Das Forum Flughafen und Region (FFR) koordiniert eine Studie zum Ultrafeinstaub im Umfeld des Frankfurter Flughafens, die von einem Konsortium unter Federführung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) durchgeführt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass der Flughafen vor allem sehr kleine Partikel beeinflusst.

mehr lesen
KI-System für Klärschlammentwässerung
KI-System für Klärschlammentwässerung

GEA hat ein digitales System zur automatisierten Steuerung von Dekanterzentrifugen für Kläranlagen vorgestellt. Die Technologie kombiniert Sensorik, Echtzeitdaten und autonome Regelung, um Polymerverbrauch, Entsorgungskosten und Betriebsaufwand zu reduzieren.

mehr lesen

Sie möchten die F&S Filtrieren und Separieren testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die F&S kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03