Generic filters
FS Logoi

Mining the Atmosphere: CO2 über Netto-Null-Ziel hinaus reduzieren

Die Klimaziele erreichen durch Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre und dabei ein komplett neues Wirtschaftssystem erzeugen: Das sind die Ziele der groß angelegten Forschungsinitiative des schweizerischen Forschungsinstituts Empa, „Mining the Atmosphere“.

von | 20.12.23

Empa-Forschungsprojekt "Mining the Atmosphere"
Foto: Empa
CO2
20.12. 2023 | Die Klimaziele durch Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre erreichen und dabei ein komplett neues Wirtschaftssystem erzeugen: Das sind die Ziele der groß angelegten Forschungsinitiative des schweizerischen Forschungsinstituts Empa, „Mining the Atmosphere“.

Wie man CO2 als Rohstoff nutzen kann, erklärt der stellvertretende Empa-Direktor Peter Richer im Forschungsmagazin „Empa Quarterly“ und beschreibt die verschiedenen Pfeiler des lang angelegten Forschungsprojektes.

Netto Null ist lange nicht genug

Die Klimaerwärmung – und damit auch ein Teil der abnehmenden Biodiversität – ist auf die durch den Menschen verursachten Treibhausgasemissionen zurückzuführen, vor allem in Form von CO2 und Methan. Der anthropogene Kohlenstoffüberschuss in der Atmosphäre beträgt etwa 5,1 Gigatonnen pro Jahr. Um diese Emissionen bis 2050 auf Netto Null zu senken, wozu sich viele Staaten im Pariser Abkommen verpflichtet haben, sind auch so genannte „Negativemissionstechnologien“ (NET) erforderlich, denn einige Emissionen wie jene aus der Landwirtschaft sind kaum zu verhindern.

Aber auch mit Erreichung des Netto-Null-Ziels wird der Klimawandel nicht über Nacht haltmachen, weshalb Richer die weitere Nutzung von Negativemissionstechnologien für unabdingbar hält.

CO2 als Ressource nutzen

Atmosphärisches CO2 lässt sich aus der Luft, den Ozeanen oder aus Biomasse gewinnen. Die Idee von „Mining the Atmosphere“ besteht darin, das gewonnene CO2 mittels Wasserstoff in kürzer- oder längerkettige Kohlenwasserstoffe umzuwandeln und auf diesem Wege die bisherigen fossilen Rohstoffe zu ersetzen.

Schlüsselelemente für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Idee sind katalytische Prozesse für die diversen chemischen Reaktionen und vor allem das Energiemanagement, denn der Energiebedarf für die Umsetzung des ehrgeizigen Vorhabens ist enorm. Weil erneuerbare Energien weniger in der Schweiz als im Sonnengürtel der Erde in hohem Maße vorhanden sind, sollen diese Prozesse auch dort angesiedelt werden.

Zunächst zwei Use-Cases

In einer ersten Phase will Empa sich auf zwei «Use cases» für die Anwendung CO2-basierter Materialien fokussieren: Massenprodukte mit dem Potential, Milliarden Tonnen Kohlenstoff zu binden, und Produkte mit einer hohen Wertschöpfung, die dadurch einen maßgeblichen Beitrag zur Finanzierung des Vorhabens beisteuern. Baumaterialien haben den mit Abstand größten Anteil an den globalen Materialflüssen. Kohlenstoff-basierte Zuschlagstoffe für Beton und Asphalt sowie thermische Isolationsmaterialien stehen daher derzeit im Zentrum der Forschung. Die Kohle kann entweder über die Pyrolyse von Biomasse oder von synthetischem Methan gewonnen werden, was zudem Wasserstoff für energetische Anwendungen liefert.

Zur vollständigen Meldung

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, alle 2 Wochen in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Edelstahl-Bremsscheiben reduzieren Feinstaubemissionen
Edelstahl-Bremsscheiben reduzieren Feinstaubemissionen

Ein Projektkonsortium mit Beteiligung des Fraunhofer IWU hat eine Bremsscheibe aus Edelstahl entwickelt, die den Abrieb deutlich reduzieren soll. Die Lösung erfüllt laut Projektteam die künftigen Anforderungen der Euro-7-Norm an Feinstaubemissionen von Bremsen.

mehr lesen
IFAT 2026 verzeichnet Rekordbeteiligung
IFAT 2026 verzeichnet Rekordbeteiligung

Die IFAT Munich 2026 hat mit rund 3.400 Ausstellern und etwa 142.000 Besuchenden neue Rekordwerte erreicht. Im Mittelpunkt der Weltleitmesse standen Wasserwirtschaft, Recycling und Circular Economy.

mehr lesen
Absorberanlagen zur PFAS-Entfernung im Trinkwasser
Absorberanlagen zur PFAS-Entfernung im Trinkwasser

Die Grünbeck AG stellt Filtersysteme zur Entfernung von PFAS in Trinkwasser vor. Die Anlagen sind für Wasserversorger, Kommunen und industrielle Anwendungen ausgelegt und sollen lang- sowie kurzkettige PFAS-Verbindungen aus belastetem Rohwasser entfernen.

mehr lesen
Ultrafeinstaub: Messungen zeigen Einfluss des Flughafens
Ultrafeinstaub: Messungen zeigen Einfluss des Flughafens

Das Forum Flughafen und Region (FFR) koordiniert eine Studie zum Ultrafeinstaub im Umfeld des Frankfurter Flughafens, die von einem Konsortium unter Federführung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) durchgeführt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass der Flughafen vor allem sehr kleine Partikel beeinflusst.

mehr lesen
KI-System für Klärschlammentwässerung
KI-System für Klärschlammentwässerung

GEA hat ein digitales System zur automatisierten Steuerung von Dekanterzentrifugen für Kläranlagen vorgestellt. Die Technologie kombiniert Sensorik, Echtzeitdaten und autonome Regelung, um Polymerverbrauch, Entsorgungskosten und Betriebsaufwand zu reduzieren.

mehr lesen

Sie möchten die F&S Filtrieren und Separieren testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die F&S kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03