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Erderwärmung: EU-Bank öffnet Geldbörse

Forschung und Entwicklung helfen, direkte und indirekte Treibhausgasemissionen aus Produktionsprozessen zu verringern und damit den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

von | 20.03.24

Forschung & Entwicklung: 500 Millionen Euro gegen Erderwärmung
Quelle: geralt I Pixabay
EIB vergibt Darlehenszusage von 500 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung
20.03.20123 I Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt ein Rahmendarlehen von 500 Millionen Euro an Evonik. Mit dem Darlehen finanziert Evonik Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Europa und will die Erderwärmung begrenzen.

Seit 2022 hat der Konzern Nachhaltigkeit fest in allen Teilen seiner Strategie verankert. Das Darlehen soll zur Finanzierung von „Next Generation Solutions“ verwendet werden – einem Portfolio von besonders nachhaltigen Produkten des Unternehmens. Dieses Portfolio trägt aktuell 43 Prozent zum Konzernumsatz bei, bis 2030 sollen es über 50 Prozent werden. Zu den Next Generation Solutions zählen unter anderem Biotenside aus der Slowakei, Lipid-Nanopartikel aus Deutschland und Membranen zur Gasfiltration aus Österreich. Europa ist die Kernregion des Unternehmens für den Großteil der Forschung und Entwicklung.

Erderwärmung begrenzen

Forschung und Entwicklung helfen dem Konzern auch, direkte und indirekte Treibhausgasemissionen aus Produktionsprozessen zu verringern und damit den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Die Klimaziele von Evonik entsprechen dem Pariser Klimaabkommen, das die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzen soll. Sie wurden wissenschaftlich geprüft und bestätigt von der Science Based Targets initiative (SBTi), in der Unternehmen gemeinsam den Klimaschutz vorantreiben. Darüber hinaus will Evonik seine Klimaziele in naher Zukunft erneut überprüfen und an einen Pfad anpassen, der die Erderwärmung bis 2050 auf 1,5 Grad begrenzt.

Anerkennung der nachhaltigen Entwicklung

Das EIB-Darlehen hat nach Abruf eine Laufzeit von sechs Jahren. Damit ergänzt die Bank der Europäischen Union das Finanzierungsportfolio von Evonik um ein langfristiges Instrument, das im Marktvergleich aktuell attraktive Konditionen bietet.

Nicola Beer, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen in Deutschland:  „Die EIB gibt ihren Kunden die Möglichkeit, eigene Lösungen zu entwickeln, um Klima-, Kreislauf- und Biodiversitätsziele zu erreichen. Wir freuen uns, Evonik auf diesem Weg zu unterstützen, damit das Unternehmen sein ehrgeiziges Transformationsprogramm noch schneller umsetzen kann.“

Maike Schuh, Finanzchefin von Evonik: „Wir arbeiten jeden Tag an energieeffizienten, langlebigen, biobasierten und zirkulären Lösungen. Die Finanzierung der EIB ist eine wertvolle Anerkennung unseres Beitrags zur nachhaltigen Entwicklung von Evonik und unseren Kunden.“

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Sie vergibt Mittel für solide Investitionen, die zu den Kernzielen der EU beitragen. EIB-Projekte stärken die Wettbewerbsfähigkeit, eine nachhaltige Entwicklung und den sozialen und territorialen Zusammenhalt. Sie fördern Innovationen und beschleunigen einen gerechten Übergang zur Klimaneutralität.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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