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CO2-Abtrennung in Essen: Pilotanlage in Betrieb

Das Start-up Greenlyte Carbon Technologies hat auf seinem Firmengelände in Essen eine Pilotanlage zur CO2-Abtrennung in Betrieb genommen. Bis zu 100 Tonnen CO2 soll die Anlage pro Jahr aus der Luft filtern können.

von | 10.11.23

Mit dem an der Universität Duisburg-Essen erfundenen und von Greenlyte weiterentwickelten Verfahren des Direct Air Capture (DAC) soll das bisher wesentliche Problem des hohen Energieaufwandes zur CO2-Abtrennung aus der Luft reduziert werden.
(Foto: AdobeStock_257388645)
CO2-Abtrennung
10.11.2023 Ι Das Start-up Greenlyte Carbon Technologies hat auf seinem Firmengelände in Essen eine Pilotanlage zur CO2-Abtrennung in Betrieb genommen. Bis zu 100 Tonnen CO2 soll die Anlage pro Jahr aus der Luft filtern können.

Der steigende Gehalt an CO2, dem wichtigsten Treibhausgas in der Atmosphäre, trägt maßgeblich zum Klimawandel bei. Daher ist es von großer Bedeutung, Maßnahmen zu ergreifen, um die Emissionen von CO2 zu reduzieren und gleichzeitig Wege zu finden, bereits vorhandenes CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen.

CO2 in Wertstoffe verwandeln

Genau hier setzt Greenlyte Carbon Technologies an. Das Start-up mit Sitz in Essen einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des CO2-Gehalts leisten. So entwickelte Dr. Peter Matthias Behr vom Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik und Energiesysteme der Universität Duisburg-Essen ein Verfahren zur CO2-Entnahme aus der Atmosphäre. Anschließend ist es in Wertstoffe wie beispielsweise Methan oder Kohlenstoff umwandelbar – und das energieeffizienter als bei anderen bisher genutzten Verfahren. Nun hat das Start-up eine Pilotanlage auf dem Firmengelände in Essen in Betrieb genommen. Bis zu 100 Tonnen CO2 soll die Anlage pro Jahr aus der Luft filtern können.

Unternehmensgründung

Den Grundstein für das Start-up legte der Wissenschaftler Dr. Behr. Bereits seit 15 Jahren forschte er an der Universität Duisburg-Essen zur Filterung von CO2 aus Abgasen beziehungsweise der Luft. Mit dem Maschinenbau-Ingenieur Florian Hildebrand und Dr. Niklas Friederichsen gründete er im September 2022 das Unternehmen.

Die Gründungscoaches und IPR-Beauftragten des Zentrums für Gründungen und Innopreneurship der Universität Duisburg-Essen (GUIDE) begleiteten Dr. Behr bei der Erfindungsmeldung. Auch koordinierten sie die Zusammenarbeit mit PROvendis bei der schutzrechtlichen Sicherung und Vertragsverhandlung mit dem Gründungsteam. So konnte die Universität Duisburg-Essen mit Unterstützung von PROvendis die zum Schutz der neuen Technologie eingereichten Patentanmeldungen an Greenlyte verkaufen.

Energieaufwand für Direct Air Capture reduzieren

Mit dem an der Universität Duisburg-Essen erfundenen und von Greenlyte weiterentwickelten Verfahren des Direct Air Capture (DAC) soll das bisher wesentliche Problem des hohen Energieaufwandes zur CO2-Abtrennung aus der Luft reduziert werden. Zudem fallen bei dem Verfahren wichtige Wertstoffe (Methan, Kohlenstoff oder auch Wasserstoff) an. Dies ermöglicht eine nachhaltige Nutzung von CO2, denn diese Stoffe können im nächsten Schritt für die Produktion von Treibstoffen, Chemikalien und anderen Materialien eingesetzt werden.

Um das Vorhaben umzusetzen, konnte das Unternehmen bereits acht Millionen Euro bei Investoren sammeln. Nach Errichtung der Pilotanlage soll im Jahr 2024 die erste kommerziell nutzbare Anlage auf den Markt kommen.

Die fünf wichtigsten Carbon Capture & Storage-Technologien

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