Verschärfte Grenzwerte und zusätzliche Messanforderungen treffen in der industriellen Luftreinhaltung auf den steigenden Bedarf an energie- und ressourceneffizienten Verfahren. Mit diesem Spannungsfeld beschäftigt sich das 15. Dresdner Kolloquium zur Luftreinhaltung am 22. und 23. Oktober 2026. Veranstaltet wird die Fachkonferenz gemeinsam vom Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK) Dresden und dem Sächsischen Textilforschungsinstitut (STFI).
Neue Anforderungen an Luftreinhaltung und Messtechnik
Ein Schwerpunkt liegt auf der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie (RL 2024/2881). Sie sieht ab 2030 neue Grenzwerte für elf Luftschadstoffe vor und erweitert die Messanforderungen unter anderem um ultrafeine Partikel, Ruß (Black Carbon) und Ammoniak. Deutschland muss die Vorgaben bis zum 11. Dezember 2026 in nationales Recht überführen.
Das Kolloquium greift vor diesem Hintergrund die Frage auf, wie sich regulatorische Anforderungen mit einem wirtschaftlichen und energieeffizienten Anlagenbetrieb verbinden lassen. Vorträge und Praxisbeispiele behandeln dazu Technologien der Luftreinhaltung sowie Abluftreinigungs- und Filtersysteme.
„Luftreinhaltung im Wandel – energieeffiziente Abluftreinigung und Filterlösungen für morgen“
Erstmals ist außerdem eine Podiumsdiskussion vorgesehen. Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen sollen dort Lösungsansätze und Handlungsspielräume zwischen regulatorischen Vorgaben, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz diskutieren. Begleitet wird die Veranstaltung von einer Fachausstellung. Als weiterer Programmpunkt ist eine Architekturführung durch das Deutsche Hygiene-Museum vorgesehen.
„Unsere Erfahrung zeigt, dass der persönliche Austausch ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Dresdner Kolloquien ist. Natürlich geht es darum, neue fachliche Impulse zu erhalten und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren. Mindestens ebenso wertvoll sind jedoch die Gespräche zwischen den Vorträgen: Hier entstehen neue Kontakte, konkrete Ideen und häufig auch gemeinsame Lösungsansätze. Mit dem zweitägigen Format schaffen wir dafür bewusst mehr Raum“, so Professor Uwe Franzke, Geschäftsführer ILK Dresden.







