Die IFAT Munich 2026 verzeichnete in ihrem 60. Jubiläumsjahr eine Rekordbeteiligung. Rund 3.400 Aussteller aus etwa 60 Ländern und Regionen präsentierten auf 300.000 Quadratmetern Lösungen für Wasser-, Abwasser-, Recycling- und Kreislaufwirtschaft. Die Messe besuchten laut Veranstalter rund 142.000 Menschen aus knapp 160 Ländern und Regionen.
„Die Rekordbeteiligung auf der IFAT Munich 2026 zeigt deutlich: Kreislauf- und Wasserwirtschaft hat Systemrelevanz und ist die nächste globale Schlüsselindustrie. Umso wichtiger ist die IFAT Munich als Plattform. Sie ermöglicht den entscheidenden Wissenstransfer und verschafft der Branche die nötige Sichtbarkeit, um gemeinsam mit der Politik in den Dialog zu kommen und die richtigen Weichen zu stellen“, so Stefan Rummel, CEO der Messe München.
Kreislaufwirtschaft als wirtschaftlicher Faktor
Ein zentrales Thema der Messe war die Circular Economy. Im Fokus standen geschlossene Stoffkreisläufe, Ressourcensicherheit und die Verringerung von Abhängigkeiten bei Rohstoffen.
„Die IFAT zeigt, dass wir in Deutschland in der Lage sind, eine weltführende Position in der Kreislaufwirtschaft nicht nur zu verteidigen, sondern sogar auszubauen. Denn die Ausstellerzahlen liegen mittlerweile höher als vor Corona. Wir arbeiten also in einer echten Zukunftsbranche. Das sollte uns allen Mut machen, zuversichtlich und positiv in die Zukunft zu schauen“, so Remondis-Vorstand Thomas Conzendorf.
Eine auf der Messe vorgestellte Studie der Boston Consulting Group im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) sieht großes wirtschaftliches Potenzial in der Kreislaufwirtschaft. Demnach könnte sich die zirkuläre Bruttowertschöpfung in Deutschland bis 2045 von derzeit rund 60 auf bis zu 125 Milliarden Euro erhöhen. Recycling und Wiederverwendung könnten zudem einen Teil der strategischen Rohstoffimporte ersetzen.
Wasserinfrastruktur und Resilienz im Fokus
Neben der Kreislaufwirtschaft spielte die Resilienz von Wasser- und Abwassersystemen eine wichtige Rolle. Themen waren unter anderem Schutz vor Cyberangriffen, Versorgungssicherheit sowie der Umgang mit Starkregen, Überschwemmungen und Wassermangel.
„Die IFAT Munich 2026 hat erneut eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll sie als Weltleitmesse für den Austausch und die Weiterentwicklung zentraler Zukunftsthemen ist. Die Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie die Abfall- und Recyclingbranche spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Kreislaufwirtschaft und Klimaresilienz nachhaltig zu stärken. Wasser, Energie, Umwelt und Klima gehören zu den drängendsten Aufgaben unserer Zeit – und genau hier setzt die IFAT wichtige Impulse“, sagt Rainer Köhler, Vorstand Technologie Huber SE.
Auch politische Vertreterinnen und Vertreter nutzten die Messe als Austauschplattform. Zu den Gästen gehörten unter anderem Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Resiliente Wasserversorgung und Wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, sowie der Bundesumweltminister Carsten Schneider.
Internationale Beteiligung weiterhin hoch
Der internationale Anteil bei Ausstellern und Besuchenden lag laut Messe München weiterhin bei über 50 Prozent. Zu den wichtigsten Ausstellernationen zählten nach Deutschland Italien, China und die Niederlande.
Die nächste IFAT Munich findet vom 29. Mai bis 1. Juni 2028 in München statt.








