Die Advanced Recycling Conference 2025 vereinte 2025 rund 220 Fachleute aus 28 Ländern, um neueste Entwicklungen der Recyclingtechnologien vorzustellen und den Austausch innerhalb der Branche weiter zu vertiefen. Im Mittelpunkt standen Fortschritte bei der Verwertung zentraler Abfallströme wie Kunststoffen, Textilien, Automobilteilen und weiteren Materialien.
Breites Technologiespektrum
Das Programm zeigte Entwicklungen in Schlüsseltechnologien wie beim physikalischen Recycling (Extrusion) und chemischen Verfahren (Solvolyse), bei biochemischen Ansätzen mittels Enzymolyse sowie bei thermochemischen Methoden (Pyrolyse, Gasifizierung).
Digitale Lösungen wie KI-gestützte Sortierungsverfahren und Blockchain-gestützte Rückverfolgbarkeit wurden als zentrale Entwicklungen genannt, die die Stoffqualität stabilisieren und Recyclingprozesse trotz schwankender Abfallmengen effizient skalieren sollen.
Vertrauen in chemisches Recycling stärken
Ein wiederkehrendes Thema der Konferenz war die Notwendigkeit, Transparenz und Effizienz im chemischen Recycling zu erhöhen. Eine verbesserte Nachweisbarkeit entlang der Wertschöpfungskette gilt als Voraussetzung für mehr Akzeptanz und Investitionsbereitschaft. Zudem wurden neue Ansätze im Textil- und Fahrzeugrecycling vorgestellt, die auf wachsende Materialvielfalt und strengere regulatorische Anforderungen reagieren.
Infrastruktur und Skalierung als zentrale Herausforderung
Die Teilnehmenden betonten, dass fortschrittliche Recyclingtechnologien nur dann ihr Potenzial entfalten können, wenn die Recyclinginfrastruktur industriell ausgebaut wird. Neue Partnerschaften entstanden insbesondere im Rahmen der Networking-Formate. Ein Höhepunkt war die Exkursion in den Chemiepark Knapsack, wo industrielle Anwendungen unmittelbar demonstriert wurden.
Advanced Recycling Conference – Beitrag zu EU-Zielen
Die ARC 2025 zeigte Wege auf, wie die Industrie die ambitionierten EU-Rezyklatquoten erzielen kann. Ziel sind unter anderem, bis 2030 einen Anteil von 10 bis 35 % für recycelte Kunststoffe in Verpackungen sowie einen Rezyklatanteil von 25 % in Neufahrzeugen zu erreichen. Diskutiert wurde zudem der Beitrag des Recyclings zur Entwicklung erneuerbarer Kohlenstoffkreisläufe und zur Defossilisierung der chemischen Industrie.







