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Platz zum Pinkeln: öffentliche Recycling-Toilette in Gent

Bis Ende September 2021 können Besucher der Sport- und Freizeitparks Blaarmeersen in der flämischen Stadt Gent ihren Urin in der Recycling-Toilette 'The Place To Pee' neben dem zentralen Strandgebäude zurücklassen. Ihr Urin fließt nicht automatisch in die Kanalisation, sondern wird mit innovativer Technik getrennt und zu desinfizierendem Spülwasser und landwirtschaftlichem Dünger aufbereitet.

von | 12.07.21

Bis Ende September 2021 können Besucher der Sport- und Freizeitparks Blaarmeersen in der flämischen Stadt Gent ihren Urin in der kreisförmigen Toilette ‘The Place To Pee’ neben dem zentralen Strandgebäude zurücklassen. Ihr Urin fließt nicht automatisch in die Kanalisation, sondern wird mit innovativer Technik getrennt und zu desinfizierendem Spülwasser und landwirtschaftlichem Dünger aufbereitet. Das kreisförmige Demonstrationsprojekt ist eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Unternehmen, Behörden, Bildungs- und Wissenseinrichtungen und Organisationen.

Wasser sparen, Wertstoffe zurückgewinnen und Hygiene steigern

Die Gewinnung von Phosphor und die Produktion von Stickstoff zur Verwendung als Düngemittel in der Landwirtschaft belasten die Umwelt stark. Das kann man besser machen, meinen das Genter Unternehmen Hydrohm, ein Spin-off der Universität Gent, und das internationale Unternehmen Laufen, Hersteller von Sanitärkeramik. Denn Urin wegspülen zu lassen, ist eine Verschwendung. Schließlich enthält es wertvolle Stoffe, die das Wasserreinigungssystem belasten. Außerdem verbraucht die Toilettenspülung sehr viel Wasser.

Das Herz der patentierten Uridis-Technologie ist eine Trenntoilette, bei dem Urin und Spülwasser voneinander separiert ablaufen, sowie eine mit Ökostrom betriebene elektrochemische Zelle, in der das Spülwasser unter Verwendung von aus dem Urin stammenden Salzen desinfiziert wird.

Das Funktionsprinzip von „The Place to Pee” ist in der Grafik veranschaulicht.

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