Generic filters
FS Logoi

Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie: Stellungnahme zu Entwurf

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen begrüßt in einer Stellungnahme den vorliegenden Entwurf zur nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS). Ein tragfähiger Kompromiss sei entstanden.

von | 15.07.24

Kreislaufwirtschaft wird als Querschnittsthema zukünftig noch mehr Kooperationen zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und gegebenenfalls strategische staatliche Gestaltung erfordern.
Quelle: Thavesak/AdobeStock
Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) beteiligt sich am aktuellen Konsultationsprozess zur nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) und begrüßt den vorliegenden Entwurf. In einem breiten Prozess sei ein tragfähiger Kompromiss entstanden, der nach Auffassung des SRU den verschiedenen Interessen und Zielen gerecht werde.

Leitziele als Orientierung

Die vier Leitziele bieten dem SRU zufolge eine gute Orientierung, um Stoffströme zu verringern und zu verlangsamen:

  • Rohstoffverbrauch pro Kopf halbieren
  • Anteil von Sekundärrohstoffen verdoppeln
  • Bedarf an kritischen Rohstoffen in Europa zu 25% durch Recycling decken
  • Siedlungsabfall bis 2030 um 10 % senken

Um ins Handeln zu kommen, müssen Ziele und Maßnahmen in Form eines „Fahrplans 2030“ konkretisiert werden.

Klare Bekenntnisse zu Verantwortlichkeiten und Finanzierungen

Die Umsetzung der NKWS in politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Realitäten sei kein Selbstläufer, sondern erfordere klare Bekenntnisse zu Verantwortlichkeiten und Finanzierungen. Herausfordernd sei eine zielführende Gestaltung der Folgeaktivitäten „Plattform, Lenkungskreis, Finanzierung, Monitoring und Evaluation“, die im Entwurf vorgeschlagen sei.

Nur eine ehrgeizige NKWS könne einen soliden Ausgangspunkt für eine beschleunigte Transformation von der aktuellen Linear- hin zur Kreislaufwirtschaft bilden. Eine Abschwächung in den weiteren Verhandlungen sei unbedingt zu vermeiden. Hier könne die ressortübergreifende „Allianz für Transformation zur Kreislaufwirtschaft“ ihrem Namen gerecht werden. Zu wünschen sei, dass die Beteiligten die nun folgenden Konkretisierungen und die Umsetzung engagiert unterstützen.

Kreislaufwirtschaftsstrategie transparent und partizipativ

Es sei ebenfalls zu begrüßen, dass die NKWS in einem transparenten und partizipativen Prozess entwickelt werde. Kreislaufwirtschaft sei ein Querschnittsthema. Es werde als solches zukünftig noch mehr Kooperationen zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und gegebenenfalls strategische staatliche Gestaltung erfordern. Dieser Umstand betreffe alle politischen Ressorts und bringt Handlungsbedarf, Veränderungen, aber auch Chancen auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung mit sich.

Bereits im Januar 2024 betonte die „Allianz für Transformation“ aus Sicht verschiedener Ministerien und wirtschaftlicher Stakeholder die zentrale Rolle der Kreislaufwirtschaft als Chance für Wachstum und Beschäftigung. Sie benannte die Zirkularität als Baustein zukünftiger Wertschöpfung in Deutschland. Auch die Funktion der NKWS als Rahmenstrategie unterstreiche, dass Kreislaufwirtschaft nicht als Einzelanliegen aufzufassen sei, sondern allgemein in politischem, wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Interesse liege. Damit sei zu hoffen, dass die Umsetzung und Verstetigung der NKWS auf breite inhaltliche, personelle und finanzielle Unterstützung treffe.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, alle 2 Wochen in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Index 26 focuses on circularity and sustainability
Index 26 focuses on circularity and sustainability

Index 26, the nonwovens exhibition organized by Edana and Palexpo, concluded in Geneva with 625 exhibitors from 44 countries and 11,452 visits. Sustainability, circular design, and advanced manufacturing technologies were among the key themes of the event.

mehr lesen
Filteranlage für Kühl- und Kältekreisläufe
Filteranlage für Kühl- und Kältekreisläufe

Grünbeck hat mit der varioliQ:UF eine Filteranlage für geschlossene Kälte- und Kühlkreisläufe vorgestellt. Die Anlage kombiniert Mehrschichtfiltration und Ultrafiltration, um im Teilstrombetrieb Partikel und Mikroorganismen zu entfernen.

mehr lesen
CO2-Abscheidung für Müllverbrennungsanlagen
CO2-Abscheidung für Müllverbrennungsanlagen

GEA erweitert sein Angebot zur CO₂-Abscheidung für Müllverbrennungsanlagen. Die Lösungen kombinieren Rauchgasreinigung, Wärmerückgewinnung und Prozessintegration, um CO₂-Emissionen zu reduzieren und bestehende Anlagenkonzepte zu ergänzen.

mehr lesen
Ernährungsindustrie erzielt leichtes Umsatzplus
Ernährungsindustrie erzielt leichtes Umsatzplus

Die deutsche Ernährungsindustrie verzeichnete im Februar 2026 nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) ein preisbereinigtes Umsatzplus von 0,4 %. Während das Auslandsgeschäft zulegte, blieb die Stimmung in der Branche laut ifo-Geschäftsklimaindex weiterhin verhalten.

mehr lesen

Sie möchten die F&S Filtrieren und Separieren testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die F&S kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03