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VDI-Statement: 1,5-Grad-Ziel gefährlich nah

2024 war laut jüngstem Copernicus-Klimareport mit 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau das wärmste Jahr seit 1850. VDI-Expertin Catharina Fröhling erklärt, was das für das Pariser Klimaziel bedeutet.

von | 17.01.25

Anomalien der Oberflächenlufttemperatur für 2024 im Vergleich zum Durchschnitt des Referenzzeitraums 1991-2020.
Daten: ERA5. Kredit: C3S / ECMWF.
VDI zum Copernicus Report

Vor wenigen Tagen hat der Klimawandeldienst Copernicus veröffentlicht, dass 2024 die globale Durchschnittstemperatur erstmals 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau lag. 2024 war somit global das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, sprich seit 1850. Was heißt das nun für das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Übereinkommens? VDI-Expertin Dipl.-Geogr. Catharina Fröhling gibt eine Einschätzung und verweist auf die Wichtigkeit technischer Regelsetzung.

„Wir kommen dem 1,5-Grad-Ziel bedrohlich nahe“

„Die Daten aus 2024 zeigen, dass wir dem 1,5-Grad-Ziel bedrohlich nahekommen und verdeutlicht zugleich: Wir müssen dringend und fokussierter handeln“, sagt Catharina Fröhling. Sie leitet im VDI das Fokusthema Klimaanpassung.

Dabei ist die Reduktion von Treibhausgasemissionen maßgeblich, aber auch eine Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist unumgänglich. Fröhling weist darauf hin:

„Noch haben wir die Möglichkeit einen Pfad einzuschlagen, der uns zumindest das Übereinkommen, die globale Erderwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen, nicht verfehlen lässt. Dies muss nun oberste Priorität haben!“

Anderenfalls könnten die Kosten des Klimawandels bereits bis 2050 bei bis zu 900 Milliarden Euro liegen.

„Und dies bildet nur finanziell messbare Kosten ab. Immaterielle Schäden wie gesundheitliche Folgen oder der Verlust der Artenvielfalt sind hierbei nicht erfasst“, ergänzt die VDI-Expertin.

Technische Regelsetzung schafft Planungssicherheit

Der VDI treibt das Thema voran, unsere Zukunft in Anbetracht des Klimawandels zu gestalten.

„Daher sehen wir es als unsere Aufgabe, mittels unseres technischen Regelwerks und Standardisierungsaktivitäten die Herausforderungen bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz als auch zur Anpassung an den Klimawandel anzugehen und zu bewältigen. Denn technische Regelsetzung dient als Planungsgrundlage, erhöht die Transparenz und schafft darüber hinaus Planungssicherheit. Für eine nachhaltige, innovative und klimaangepasste Zukunft“, so Dipl.-Geogr. Catharina Fröhling.

Über den VDI

Der VDI e.V. setzt mit seiner Community und seinen rund 130.000 Mitgliedern Impulse für die Zukunft und bildet ein einzigartiges multidisziplinäres Netzwerk, das richtungweisende Entwicklungen mitgestaltet und prägt. Als bedeutender deutscher technischer Regelsetzer bündelt der Verein Kompetenzen, um die Welt von morgen zu gestalten und einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Fortschritt und Wohlstand zu leisten. Mit Deutschlands größter Community für Ingenieurinnen und Ingenieure, seinen Mitgliedern und umfangreichen Angeboten bietet der VDI ein Zuhause für alle technisch inspirierten Menschen. Bundesweit ist der Verein auf regionaler und lokaler Ebene in Landesverbänden und Bezirksvereinen aktiv. Das Fundament der täglichen Arbeit des VDI bilden rund 10.000 ehrenamtliche Expertinnen und Experten, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen.

Zum Copernicus-Klimawandeldienst

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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