Generic filters
FS Logoi

Umfrage zu PFAS-Chemikalien: BUND erhöht Druck

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND), eine nichtstaatliche Umwelt- und Naturschutzorganisation, hat zum Thema PFAS eine Umfrage in Auftrag gegeben.

von | 11.10.24

Laut BUND ist den Befragten PFAS grundsätzlich bekannt.
Quelle: viarami I Pixabay
PFAS-Chemikalien: Umfrage und Petition

Die Umfrage führte das Berliner Start-up-Unternehmen Civey GmbH durch. Die Ergebnisse sind unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 5,7 Prozentpunkten repräsentativ für die angegebene Grundgesamtheit. Befragt wurde, laut BUND, eine große Mehrheit der Bevölkerung, die sich mit PFAS-Chemikalien auskenne.

BUND fordert von Lauterbach Einsatz

In der Umfrage sprechen sich mehr als drei Viertel der Befragten (75,2 Prozent) dafür aus, dass sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für ein Verbot stark machen soll. Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsunternehmen Ende September rund 1000 Menschen. Laut Bund ist den Befragten PFAS (per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen) grundsätzlich bekannt.

Luise Körner, BUND-Expertin für Chemikalienpolitik: „Das Ergebnis der Umfrage zeigt deutlich: Die meisten Menschen, die sich mit PFAS beschäftigt haben, wissen um die Gefahr für Gesundheit und Umwelt. Die Bevölkerung muss dringend vor den gesundheitlichen Risiken geschützt werden.“

PFAS steht damit einmal mehr in der Kritik. Ein am 08.Oktober 2024 veröffentlichter BUND-Bluttest soll bei einigen Getesteten PFAS-Konzentrationen im gesundheitskritischen Bereich nachweisen.

Bund mit Petition „PFAS-Chemikalien: Stoppt die unsichtbare Gefahr”

Der BUND fordert mit der Petition „PFAS-Chemikalien: Stoppt die unsichtbare Gefahr” Gesundheitsminister Lauterbach auf, sich für eine Beschränkung der gesamten Stoffgruppe der PFAS einzusetzen. Die Verhandlungen für die EU-weite Regulierung laufen bereits. Sie werden jedoch, laut BUND, von der Chemieindustrie beeinflusst, die eine komplette Beschränkung verhindern möchte.

Körner: „Die Verantwortung über die Zukunft unserer Gesundheit und der unserer Kinder können wir nicht der Chemieindustrie überlassen. Die Bundesregierung und Gesundheitsminister Lauterbach müssen jetzt handeln und PFAS stoppen.“

Über das Umfragedesign:
Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat für den BUND vom 20. bis 28.9.2024 rund 1.000 Personen, die wissen, was PFAS sind, online befragt. Alle Daten wurden im Civey-eigenen Panel mit verifizierten Teilnehmer*innen erhoben.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Immer auf dem aktuellen Stand, alle 2 Wochen in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

IFAT 2026 verzeichnet Rekordbeteiligung
IFAT 2026 verzeichnet Rekordbeteiligung

Die IFAT Munich 2026 hat mit rund 3.400 Ausstellern und etwa 142.000 Besuchenden neue Rekordwerte erreicht. Im Mittelpunkt der Weltleitmesse standen Wasserwirtschaft, Recycling und Circular Economy.

mehr lesen
Absorberanlagen zur PFAS-Entfernung im Trinkwasser
Absorberanlagen zur PFAS-Entfernung im Trinkwasser

Die Grünbeck AG stellt Filtersysteme zur Entfernung von PFAS in Trinkwasser vor. Die Anlagen sind für Wasserversorger, Kommunen und industrielle Anwendungen ausgelegt und sollen lang- sowie kurzkettige PFAS-Verbindungen aus belastetem Rohwasser entfernen.

mehr lesen
Ultrafeinstaub: Messungen zeigen Einfluss des Flughafens
Ultrafeinstaub: Messungen zeigen Einfluss des Flughafens

Das Forum Flughafen und Region (FFR) koordiniert eine Studie zum Ultrafeinstaub im Umfeld des Frankfurter Flughafens, die von einem Konsortium unter Federführung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) durchgeführt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass der Flughafen vor allem sehr kleine Partikel beeinflusst.

mehr lesen
KI-System für Klärschlammentwässerung
KI-System für Klärschlammentwässerung

GEA hat ein digitales System zur automatisierten Steuerung von Dekanterzentrifugen für Kläranlagen vorgestellt. Die Technologie kombiniert Sensorik, Echtzeitdaten und autonome Regelung, um Polymerverbrauch, Entsorgungskosten und Betriebsaufwand zu reduzieren.

mehr lesen
KI-Assistent für Druckluftanlagen
KI-Assistent für Druckluftanlagen

Forschende der Universität Stuttgart haben gemeinsam mit WRS Energie + Druckluft GmbH ein lokal betriebenes KI-System für Druckluftanlagen entwickelt. Es kombiniert ein Sprachmodell und einen digitalen Zwilling und soll den Anlagenbetrieb unterstützen.

mehr lesen

Sie möchten die F&S Filtrieren und Separieren testen?

Bestellen Sie Ihr kostenloses Probeheft

Überzeugen Sie sich selbst: Gerne senden wir Ihnen die F&S kostenlos und unverbindlich zur Probe!

Finance Illustration 03