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Ventilsackverpackung für Mineralien und chemische Produkte

Mit der Integra IV stellt Haver & Boecker eine integrierte Ventilverpackungsmaschine vor, die Energieeffizienz, Sauberkeit und Bedienfreundlichkeit bei der Verpackung von Materialien und chemischen Produkten verbessern soll.

von | 02.01.26

Im neu entwickelten, flexiblen Design wurden die kritischen Komponenten wie Kabel nach oben verlegt und sind nicht mehr am Boden montiert, wodurch die Reinigungszeiten im Innenraum um bis zu 50 % reduziert werden.
Quelle: Haver & Boecker
Haver & Boecker Verpackung Ventilverpackungsmaschine

Mit der Integra IV bringt Haver & Boecker eine neu entwickelte Generation integrierter Ventilsackverpackungsmaschinen auf den Markt. Das System ist für die Verpackung von Mineralien und chemischen Produkten entwickelt und zielt auf eine höhere Energieeffizienz, saubere Arbeitsumgebungen und eine vereinfachte Installation ab.

Plug-&-Pack-Konzept

Die Verpackungsmaschine ist als Plug-&-Pack-System ausgeführt und vereint Packmaschine, Sackaufstecker und Ultraschall-Verschließeinheit in einem geschlossenen Gehäuse. Die vormontierte Bauweise soll den Aufwand für Transport, Inbetriebnahme und Installation reduzieren. Je nach Anwendung kann die Maschine mit bis zu vier Füllstutzen ausgestattet werden und unterschiedliche Sacktypen verarbeiten. Produktabhängig stehen ein Turbinenfüllsystem (IVT) oder eine luftbasierte Fülltechnik (IVL) zur Verfügung.

Prozessintegration und Bedienkonzept

Ein zentrales Element ist das Wiegesystem MEC 4.0, das den Datenaustausch zwischen allen Maschinen ermöglichen soll. Ergänzt wird es durch ein neu entwickeltes Human-Machine-Interface (HMI) mit integriertem Industrie-PC (IPC). Das 15,6-Zoll-Touch-Bedienfeld erlaubt laut Anbieter eine anwendungsspezifische Anpassung an Produkte aus der Chemie- oder Baustoffindustrie und erhöht die Bedienerfreundlichkeit ohne zusätzliche Systemkomplexität.

Reinigungsfreundliches Gehäusedesign

Das neu gestaltete Maschinengehäuse soll zur Verbesserung von Hygiene und Wartbarkeit beitragen. Kritische Komponenten wie Kabel sind nach oben verlegt und nicht mehr im Bodenbereich montiert, wodurch sie die Reinigungszeiten im Innenraum laut Hersteller um bis zu 50 Prozent reduzieren lassen. Große Öffnungen, flexible Türen sowie klappbare Elemente wie Sackmagazin und Sackstuhl verbessern die Zugänglichkeit für Reinigung und Wartung. Zusätzlich kann das geschlossene Gehäuse den Austritt von Staub während des Befüllungsprozesses verhindern.

Leistungssteigerung und KI-gestützte Qualitätsüberwachung

Der weiterentwickelte Aufsteckarm der Integra IV ermöglicht neben horizontalen und vertikalen auch diagonale Bewegungen. Dadurch lässt sich die Leistung der Anlage um bis zu 10 Prozent steigern. Schwenkbare Steuerschränke können zudem die Service- und Wartungsarbeiten erleichtern.

Optional kann das System mit KI-Lösungen aus der Quat²ro-Produktlinie ausgestattet werden. Dazu zählen Systeme zur Sackidentifikation, Ventilprüfung und Materialüberwachung während des Befüllens sowie zur Kontrolle der Ultraschall-Verschlüsse. Ziel ist es, Fehlbefüllungen, Sackschäden und unzureichende Verschlüsse frühzeitig zu erkennen und Produktionsunterbrechungen sowie Reklamationen zu vermeiden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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