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Überwachungssystem: Umkehrosmose-Membranen schützen

Der Durchbruch von nur kleinsten Konzentrationen an freiem Chlor kann Membranen in Umkehrosmoseanlagen irreversibel zerstören und großen Schaden verursachen. Für diese Anwendungsbereiche hat die ProMinent GmbH ein plattenmontiertes Überwachungssystem konzipiert.

von | 18.03.25

Das Überwachungssystem eignet sich unter anderem neben industriellen Prozessen auch für den Pool- und Wellnessbereich.
Symbolbild. Quelle: PixelAnarchy/Pixabay
Umkehrosmose Membran Pool Urlaub

In zahlreichen Prozessen der Wasseraufbereitung ist die zuverlässige Überwachung der Abwesenheit von freiem Chlor unverzichtbar. ProMinent hat mit dem Überwachungssystem Dulcozero FCL einen speziellen Algorithmus entwickelt, der die Messungen des amperometrischen Sensors für freies Chlor mit den Hilfsmessgrößen pH und Redox logisch verknüpft und auswertet. Dadurch werden mögliche Störeinflüsse in der Messung minimiert und die Zuverlässigkeit der Durchbruchserkennung optimiert.

Ein Chlordurchbruch wird in weniger als drei Minuten bei niedriger Schwelle ab 0,02 mg/l festgestellt und löst einen sofortigen Alarm aus, auch bei langer Abwesenheit von Chlor. Bei klarem, unbelastetem Wasser ist eine Neukalibrierung des Systems zudem erst nach drei Monaten erforderlich. Das senkt die Prozesskosten.

Schutz der Membranen in Umkehrosmoseverfahren

Das Komplettsystem ist geeignet zur Überwachung der Abwesenheit von freiem Chlor zum Schutz der Membranen in Umkehrosmoseverfahren bei der Aufbereitung von Trink-, Brauch- und Prozesswasser sowie von Abwässern, oder zur Herstellung von Reinstwasser in industriellen Prozessen. Ebenso geeignet ist es für den diskontinuierlichen Betrieb von Desinfektionsanlagen bei der Trink- und Kühlwasseraufbereitung sowie im Pool- und Wellnessbereich. Bei der Notchlorung von Trinkwasser im Falle einer Kontamination überwacht es zuverlässig das freie Chlor.

Überwachungssystem: Alle Komponenten auf einer Platte

Für die einfache und platzsparende Wandmontage sind alle Komponenten des Überwachungssystems auf einer Platte angebracht: ein Mess- und Regelgerät zur Signalauswertung, eine Schlauchpumpe, ein Notausschalter sowie eine Sensor-Bypassarmatur. Diese ist bestückt mit den Sensoren zur Messung von freiem Chlor, Redox- und pH-Wert, einem Durchflussschalter und einem Dosiermodul.

Der Kalibrierassistent des Mess- und Regelgeräts steuert die Kalibrierung und deren Ablauf automatisch. Die Kalibrierlösung kann vor Ort hergestellt werden. Sie wird über das integrierte Dosiersystem automatisiert bereitgestellt. Dies soll die komfortable Kalibrierung auch bei Abwesenheit von freiem Chlor im Prozesswasser ermöglichen.

Da sich die Kalibrierintervalle über mehrere Monate erstrecken, alle Komponenten als verschleißarm gelten und zur Sensoraktivierung keine Chemikalien verbraucht werden, sollen sich die Kosten für Wartung und Service erheblich reduzieren . Das Überwachungssystem kann in die webbasierte IoT-Plattform des Unternehmens eingebunden werden und ist seit Anfang 2025 verfügbar.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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