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Sortiersystem erkennt Glas und Kunststoffe in einem Schritt

Steinert hat seine MSort-Produktreihe um eine Funktion zur Erkennung von hitzebeständigem Glas (HR Glass) und Kunststoffen erweitert. Die Lösung kann als Upgrade in bestehende Sortiersysteme integriert werden und richtet sich an Anwendungen im Glasrecycling.

von | 12.06.26

Die MSort AX kann jetzt neben Störstoffen wie KSP und Metall auch hitzebeständiges Glas und Kunststoff, in Kombination mit der Farbsortierung, in einem einzigen Arbeitsschritt, erkennen und aussortieren.
Quelle: Steinert

Steinert hat eine Erweiterung für seine Sortiersysteme im Glasrecycling vorgestellt. Die Lösung soll die Erkennung und Ausschleusung von hitzebeständigem Glas (HR Glass) und Kunststoffen in einem Sortierschritt ermöglichen. Die Technologie kann als Upgrade in bestehende Anlagen integriert werden und erfordert keine umfangreichen Umbauten.

Störstoffe im Glasrecycling entfernen

Im Altglasrecycling sollen möglichst saubere Scherbenströme für die Herstellung neuer Flaschen und Gläser erzeugt werden. Hitzebeständiges Glas unterscheidet sich jedoch in seiner Zusammensetzung und seinem Schmelzverhalten von Verpackungsglas und muss deshalb aussortiert werden. Zu diesen Störstoffen zählen beispielsweise Mikrowellen-, Ofen- und Kochgeschirrglas, Ceranfelder oder Schutzscheiben von Kaminen.

Erkennung außerhalb des sichtbaren Spektrums

Laut Steinert basiert das System auf der Auswertung von Wellenlängen außerhalb des sichtbaren Spektrums. Dadurch können sowohl HR-Glas als auch Kunststoffe erkannt werden, obwohl sie optisch teilweise stark Weißglas ähneln. Die Erkennung erfolgt gemeinsam mit der Farbsortierung in einem einzigen Sortierschritt.

Nachrüstung bestehender Anlagen

Die Technologie kann auch in ältere Sortiersysteme integriert werden. Steinert verweist dabei auf eine 14 Jahre alte Anlage eines Glasrecycling-Kunden, die bereits mit der neuen Technik ausgerüstet wurde. In aktuellen Tests erkannte und separierte das System HR-Glas zu 99 %.

Die Lösung eignet sich für Anwendungen im Flach- und Hohlglasrecycling und soll den Aufwand für den Austausch bestehender Sortiertechnik reduzieren.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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