Coperion zeigt auf der Powtech Technopharm vom 29. September bis 1. Oktober 2026 mehrere Komponenten für die Förderung und Dosierung von Schüttgütern. Dazu gehören die automatisierte Ausziehvorrichtung AutoAccess für Zellenradschleusen und die WFV-Weiche zur gravimetrischen Verteilung von Schüttgütern. Beide Systeme sind insbesondere auf eine einfache Reinigung und Wartung ausgelegt.
Automatisierter Auszug für Zellenradschleusen
Mit AutoAccess automatisiert Coperion das Öffnen und Ausziehen von Zellenradschleusen für Inspektions-, Reinigungs- und Wartungsarbeiten. Statt den Seitendeckel manuell zu verschrauben beziehungsweise zu lösen und anschließend das Zellenrad herauszuziehen, wird ein Bajonettverschluss per Knopfdruck mechanisch entriegelt. Das Zellenrad fährt anschließend linear aus. Der Vorgang dauert laut Unternehmen weniger als eine Minute und erfolgt werkzeuglos.
Nach dem Ausfahren lassen sich Zellenrad und Bajonettverschluss zur Seite schwenken. Dadurch sind die Bauteile für Reinigungsarbeiten besser zugänglich. Gleichzeitig soll der automatisierte Ablauf Beschädigungen vermeiden, die beim manuellen Handling des Zellenrades entstehen können.
Überarbeitet wurden außerdem Kupplung und Lagerung. Die Kupplung soll es erlauben, das Zellenrad unabhängig von seiner Winkelposition wieder einzuführen. Ein vorheriges Ausrichten für die Verbindung mit dem Antrieb entfällt. Die verstärkte, außenliegende Lagerung ermöglicht laut Hersteller zudem, das ausgezogene Zellenrad am Seitendeckel frei zu drehen, sodass Kammern und Stege leichter zugänglich sind. Eine Wellenabdichtung verhindert, dass Fördergut in die Lagerung gelangt.
Verteilerweiche für Fallrohre
Mit der WFV-Weiche stellt Coperion außerdem einen Schüttgutverteiler für die gravimetrische Verteilung von Förderprodukten in Fallrohren vor. Die gerundete Form des Drehteils soll einen gleichmäßigen Produktfluss unterstützen.
Die Weiche ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Eine spaltdichte Variante ist vor allem für den drucklosen Austrag vorgesehen. Für Anwendungen mit kleinem oder mittlerem Systemdruck steht eine Ausführung mit unterschiedlichen Dichtungen zur Verfügung. Das Bauteil besteht aus Edelstahl und verfügt über glatte Oberflächen. Für die Reinigung lässt sich die Weiche demontieren.
Dosierer mit kontaktloser Fließhilfe
Am Messestand zeigt Coperion außerdem den Doppelschneckendosierer K2-ML-D5-T35 im Quick-Change-Design. Das Dosiermodul kann ausgetauscht werden, um beispielsweise bei Material- oder Rezepturwechseln den Umbau und die Reinigung zu erleichtern. Je nach Schüttgut lässt sich das System als Doppelschneckendosierer für mäßig fließende oder als Einfachschneckendosierer für frei fließende Produkte ausführen.
Der Dosierer ist mit der Schüttgut-Fließhilfe ActiFlow ausgestattet. Sie soll die Brückenbildung schwerfließender Materialien im Trichter verhindern und kommt ohne bewegliche Teile im produktberührten Bereich aus. Stattdessen versetzt das System die Trichterwand in Schwingungen. Amplitude und Frequenz werden von der Steuerung abhängig vom Schüttgutfluss automatisch angepasst.
Halle 7, Stand 779







