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Metallpartikel: Patent für Herstellungsverfahren für 3D-Druck erhalten

Die Hochschule Pforzheim bekam ein europäisches Patent für ein Herstellungsverfahren von Metallpartikeln für den 3D-Druck, das auf Arbeiten der Professoren Kai Oßwald und Jörg Woidasky beruht. Beide lehren und forschen im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim.

von | 29.06.21

Jörg Woidasky (links) und Kai Oßwald (rechts), Professoren im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim, wurde für ihre Entwicklung eines Herstellungsverfahrens von Metallpartikeln für den 3D-Druck nun das europäische Patent „EP3395482 – Verfahren zur Herstellung von Partikeln mittels Funkenerosion und hierfür geeignete Erodiervorrichtung“ erteilt. (Foto: Sophia Zundel / Hochschule Pforzheim)

Die Hochschule Pforzheim erhielt ein europäisches Patent für ein Herstellungsverfahren von Metallpartikeln für den 3D-Druck, das auf Arbeiten der Professoren Kai Oßwald und Jörg Woidasky beruht. Beide lehren und forschen im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim.

Vorteile des 3D-Drucks

Das Patent „EP3395482 – Verfahren zur Herstellung von Partikeln mittels Funkenerosion und hierfür geeignete Erodiervorrichtung“ beschreibt eine Modifikation der Senkerosion zur Herstellung von Metallpartikeln. Die so entstehenden Partikel können zum Lasersintern verwendet werden. Dabei liegt die Besonderheit des des 3D-Druck Verfahrens in der zielgerichteten und stufenlos möglichen Einstellung von Legierungszusammensetzung und Partikelgröße. Das Verfahren kann zum Beispiel zur Nachdosierung von Feinpartikeln in den Kreislaufprozessen der additiven Fertigung eingesetzt werden. „Das ist ein schönes Beispiel für Innovation durch interdisziplinäre Zusammenarbeit“, so Kai Oßwald, Professor für Fertigungsverfahren im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. „Der Ausgangspunkt war mein Bericht über Forschungsarbeiten zur Funkenerosion im Rahmen des Forschungskolloquiums der Fakultät für Technik – einer internen Diskussionsplattform für Fakultätsangehörige“, sagt Kai Oßwald. Regelmäßig berichten Professorinnen und Professoren der Fakultät für Technik hier über ihre Forschungsaktivitäten in unterschiedlichen Bereichen.  „Die an die Präsentation anschließende Diskussion führte zu der Frage, welche Eigenschaften die Abfälle des Verfahrens besitzen und es entstanden gemeinsame Forschungsarbeiten, die letztlich zur Patenterteilung führten“, so Jörg Woidasky, Professor für nachhaltige Produktentwicklung im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen.

Patentierung des 3D-Drucks ist erster wichtiger Schritt

An den Entwicklungen wirkten mehrere Studierende durch Anfertigung ihrer Bachelorarbeiten mit, die relevante Aspekte für die Patentanmeldung beitrugen. Mit der Patentierung sei ein wichtiger Zwischenschritt zur Anwendung erreicht, aber man habe die nächsten Entwicklungsschritte fest im Blick: „Im Moment bereiten wir einen Förderantrag vor, um die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten weitertreiben zu können. Und natürlich werden wir auf Industrieunternehmen zugehen, um den Ansatz schnell in die Anwendung zu bringen, sobald das Verfahren die notwendige Reife hat“, so Kai Oßwald.

Arbeiten zum 3D-Druck finden im Institut für Werkstoffe und Werkstofftechnologien statt

Die Arbeiten erfolgten unter dem Dach des Instituts für Werkstoffe und Werkstofftechnologien (IWWT). Das Forschungsinstitut der Hochschule Pforzheim beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit der Entwicklung und den Eigenschaften von Werkstoffen und unterschiedlichen Anwendungs- und Verarbeitungstechniken. Die Arbeitsgruppe „Abtragende Fertigungsverfahren“ unter der Leitung von Kai Oßwald forscht hierbei unter anderem an der Funkenerosion. Das Ziel der von Jörg Woidasky geleiteten IWWT-Arbeitsgruppe „Werkstoffrecycling und Nachhaltigkeit“ ist die Schließung hochwertiger Stoffkreisläufe für Metalle, Kunststoffe und Werkstoffverbunde.

Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.hs-pforzheim.de/profile/joergwoidasky
https://www.hs-pforzheim.de/profile/kaiosswald
http://hs-pforzheim.de/iwwt

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jörg Woidasky (links) und Kai Oßwald (rechts), Professoren im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim, wurde für ihre Entwicklung eines Herstellungsverfahrens von Metallpartikeln für den 3D-Druck nun das europäische Patent „EP3395482 – Verfahren zur Herstellung von Partikeln mittels Funkenerosion und hierfür geeignete Erodiervorrichtung“ erteilt. (Foto: Sophia Zundel / Hochschule Pforzheim)

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