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Kunststoffrecycling: Verpackungsabfälle nutzen

Verschiedene Forschungsinstitute, Verbände und Industriepartner arbeiten in den nächsten vier Jahren an einem speziellen Forschungsvorhaben. Ziel ist, die Transparenz und die Effizienz des Kunststoffrecyclings zu steigern.

von | 12.12.23

Jährlich fallen 3,2 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle in Haushalten an.
Quelle: Adobe Stock / yana136
Kunststoffrecycling: Verpackungsabfälle nutzen
12.12.2023I Verschiedene Forschungsinstitute, Verbände und Industriepartner arbeiten in den nächsten vier Jahren an einem speziellen Forschungsvorhaben. Ziel ist, die Transparenz und die Effizienz des Kunststoffrecyclings zu steigern.

Das gemeinsame Projekt „Verbesserung der Prozesseffizienz des werkstofflichen Recyclings von Post-Consumer Kunststoff-Verpackungsabfällen durch intelligentes Stoffstrommanagement – Umsetzungsphase“ (ReVise-UP) soll Kunststoffrecycling mittel Sensortechnik optimieren. Im großtechnischen Maßstab werden sensorbasierte Charakterisierungsmethoden eingesetzt, um Stoffströme beispielsweise hinsichtlich ihrer stofflichen Zusammensetzung automatisiert zu beschreiben. Ziel: Die gegebenen Daten weitergehend nutzen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Arbeiten mit 3,92 Millionen Euro.

Verpackungsabfälle nutzen

Jährlich fallen 3,2 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle in Haushalten an. Im Jahr 2021 wurden hiervon nur 27 Prozent in Rezyklate umgewandelt. Nur 12 Prozent dienen als Ersatz für Kunststoffneuware. Einer der Gründe ist der hohe Aufwand der manuellen Charakterisierung der Abfälle. In der Konzeptphase von ReVise wurde nachgewiesen, dass sich die Stoffströme mittels Inline-Sensortechnik automatisiert charakterisieren lassen. Nun liegt der Fokus auf der Umsetzung im großtechnischen Maßstab.

Effizentsteigerung der Infrastruktur

Die Projektbeteiligten wollen drei Effekte erreichen: Anreize für die Verbesserung der Sammel- und Produktqualitäten schaffen und so Qualität und Einsatz der Kunststoffrezyklate steigern. Auch werden sensorbasiert erfasste Stoffstromcharakteristika genutzt, um Sortier-, Aufbereitungs- und Kunststoffverarbeitungsprozesse auf schwankende Stoffstromeigenschaften zu adaptieren. Dies führt zu einer erheblichen Effizienzsteigerung der technischen Infrastruktur. Schließlich wird die verbesserte Datenlage eine ganzheitliche ökologische und ökonomische Bewertung der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen.

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