Mit MOC1-30 hat Tanaka Precious Metal Technologies einen Methanoxidationskatalysator für Gasmotoren entwickelt, die mit Erdgas oder anderen gasförmigen Kraftstoffen betrieben werden. Das Produkt soll Methan aus den Abgasen entfernen und gleichzeitig ein bekanntes Problem herkömmlicher Katalysatoren lösen: Schwefelverbindungen im Brennstoff oder in Odoriermitteln können die katalytische Aktivität verringern und so die Reinigungsleistung beeinträchtigen.
Methanemissionen aus Gasmotoren reduzieren
Laut Hersteller wandelt MOC1-30 den an der Katalysatoroberfläche angelagerten Schwefel in Schwefeltrioxid um und erhält gleichzeitig die Bindung zwischen den Platinpartikeln und dem Trägermaterial. Dadurch sollen sowohl die schwefelbedingte Hemmung der Reaktion als auch die Agglomeration der Platinpartikel verhindert werden. Leistungsprüfungen unter Modellgasbedingungen zeigten, dass der Katalysator bei einer Gaseintrittstemperatur von 350 °C auch nach 1.000 Stunden Dauerbetrieb einen Methanumsatz von mehr als 80 % erreichte. Unter weiteren Prüfbedingungen mit höheren Schwefelkonzentrationen lag der Methanumsatz nach 100 Stunden bei rund 90 %. Im Vergleich zu herkömmlichen Katalysatoren auf Platin- oder Palladiumbasis erzielte MOC1-30 laut Hersteller bessere Ergebnisse.
Methan als Klimafaktor
Methan besitzt eine rund 25-mal stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid. Mit der zunehmenden Nutzung von Erdgas in stationären Gasmotoren und Schiffsantrieben wächst deshalb der Bedarf an Technologien zur Verringerung von Methanemissionen.
Neben der Emissionsminderung soll der Katalysator auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Durch längere Standzeiten können Austauschintervalle verlängert und der Bedarf an Entschwefelungsanlagen reduziert werden. Darüber hinaus ist der Katalysator für das Edelmetallrecycling ausgelegt. Tanaka sieht Einsatzmöglichkeiten unter anderem in Schiffsgasmotoren, stationären Gasmotoren, Notstromanlagen und dezentralen Energieversorgungssystemen.







