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Kampf gegen Mikroplastik: Neue Lösung auf der IFAT

Mit dem Wind und noch stärker mit dem Regenwasser gelangen Partikel in die Umwelt, wo sie Böden und Gewässer belasten. Die Problematik ist seit vielen Jahren bekannt. Mit der Einführung der Euro-7-Verordnung, die der EU-Rat im April dieses Jahres angenommen hat, sollen erstmals Grenzwerte für Reifen- und Bremsabrieb berücksichtigt werden.

von | 15.05.24

Hohe Schmutzaufnahmekapazität: Das neue Filtersystem
Quelle: GKD Group
Straßenfilter
15.05.2024 I Die Verschmutzung der Umwelt durch Mikroplastik ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. GKD präsentiert auf der IFAT 2024 seine neue Antwort auf dieses globale Problem: einen Ganzjahresfilter, der Feststoffe zuverlässig aus dem Straßenablaufwasser filtert.

Mikroplastikemissionen aus dem Straßenverkehr sind ein signifikanter Umweltfaktor. Laut ADAC fallen in der EU jährlich rund 500.000 Tonnen Reifenabrieb an. In Deutschland macht der Abrieb nach Zahlen des Automobilverbands etwa ein Drittel der Mikroplastik-Emissionen aus. Auch das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik kommt in einer Studie von 2018 zu einem ähnlichen Ergebnis. Das Institut geht von jährlich 60.000 bis 100.000 Tonnen Reifenabrieb in Deutschland aus.

Wind und Regenwasser befeuern das Problem

Mit dem Wind und noch stärker mit dem Regenwasser gelangen die Partikel in die Umwelt, wo sie Böden und Gewässer belasten. Die Problematik ist seit vielen Jahren bekannt. Mit der Einführung der Euro-7-Verordnung, die der EU-Rat im April dieses Jahres angenommen hat, sollen erstmals Grenzwerte für Reifen- und Bremsabrieb berücksichtigt werden. Diese gelten allerdings erst in einigen Jahren und nur für Neufahrzeuge, die dann auf den Markt kommen.

Das Unternehmen aus Düren stellt jetzt ein Filtersystem vor, das schon jetzt eine Wende bei der Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch Reifenabrieb einleiten kann. Es ist das Ergebnis langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Das Filtersystem baut unter anderem auf den Ergebnissen des 2017 bis 2021 laufenden Verbundprojekts RAU in Zusammenarbeit mit der TU Berlin auf. Im Gegensatz zur Euro-7-Verordnung setzt das Filtersystem nicht bei den Verursachern, den Reifen, an. Sondern dort, wo der Eintrag in die Umwelt effektiv gestoppt werden kann – beim Straßenablaufwasser, beziehungsweise den Straßengullys.

Mikroplastik-Hotspots im urbanen Raum

Das Filtersystem erreicht eine hohe Rückhalterate. In wissenschaftlich fundierten Tests und Versuchsreihen wurde die Wirksamkeit des Filtersystems unter anderem bei unterschiedlichen Regenintensitäten untersucht. Das Ergebnis: GKD Filtersystem fängt bis zu 97 Prozent des Straßenkehrichts mit Reifenabrieb auf – ohne zu verstopfen. Darüber hinaus wurde das Filtersystem in realen Straßengullys eingesetzt und die Praxistauglichkeit in einem Langzeittest überprüft und bestätigt. Bei den Feldversuchen stellte sich heraus, dass der Reifenabrieb vor allem an Ampeln und in Kurven im innerstädtischen Bereich emittiert wird. Durch die Bestückung der Gullys an diesen Hotspots könnten daher große Mengen an Feststoffen und damit verbunden an Mikroplastik aufgefangen werden.

Einfache Integration

Bei der Entwicklung legten die Experten von GKD besonderen Wert darauf, dass das Filtersystem auf die Anforderungen der kommunalen Infrastruktur zugeschnitten ist. Wesentliche Kriterien für das Zusammenspiel von Konstruktion und Filtergewebe waren daher Robustheit, eine hohe Aufnahmekapazität und eine einfache Reinigung. Dies ist mit der Neuentwicklung gelungen. GKD Filtersystem zeichnet sich durch einen minimalen Wartungsaufwand aus. Die Reinigung des Filtersystems kann zusammen mit der regelmäßigen Wartung der Straßenabläufe erfolgen. So entseht den Kommunen kein zusätzlicher Aufwand.

Erstmals vorgestellt wird die GKD Produktneuheit auf der IFAT München vom 13. bis 17. Mai in Halle A2, Stand 320.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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