Die vermicon AG zeigt auf der IFAT 2026 Analyseverfahren für biologische Prozesse in Kläranlagen. Im Mittelpunkt stehen mikrobiologische Methoden, mit denen sich Abläufe in der Abwasserreinigung genauer erfassen und bewerten lassen.
Neue Anforderungen durch gesetzliche Vorgaben und steigende Energiekosten erhöhen den Druck auf Betreiber. Gleichzeitig gewinnt Abwasser als Informationsquelle für die öffentliche Gesundheit an Bedeutung. Damit rücken mikrobiologische Prozesse stärker in den Fokus der Anlagensteuerung.
Analyse mikrobieller Gemeinschaften
Zentrales Element des Konzepts ist die VIT-Gesondentechnologie. Damit lassen sich laut dem Hersteller Mikroorganismen direkt in der Abwasserprobe identifizieren und quantifizieren. Funktionelle Gruppen wie Nitrifikanten und filamentöse Bakterien können so gezielt erfasst werden. Veränderungen innerhalb der Biozönose werden früh sichtbar und können in die Prozessführung einbezogen werden.
Messung der aktiven Biomasse
Ergänzend dazu stellt das Unternehmen ein System zur Messung der lebenden Biomasse vor. Das VIT-ABM-System (Aktive Biomasse-Monitoring, ABM) liefert Informationen zur Aktivität und Stabilität der biologischen Prozesse. Damit sollen sich Störungen früher erkennen und betriebliche Abläufe gezielter anpassen lassen.
Abwasser als Datenquelle für das Gesundheitsmonitoring
Neben der Prozesssteuerung spielt auch die Analyse von Krankheitserregern eine Rolle. Die vorgestellten qPCR-Testkits sind auf Abwasserproben ausgelegt und ermöglichen den Nachweis relevanter Viren. Hintergrund ist unter anderem die EU-Richtlinie 2024/3019, die ab 2027 ein Monitoring bestimmter Krankheitserreger im Abwasser vorsieht.







