Müllverbrennungsanlagen gelten als möglicher Baustein für Dekarbonisierungsstrategien, insbesondere wenn die biogenen CO₂-Anteile abgeschieden und weitergenutzt oder gespeichert werden. GEA bietet hierfür ein Portfolio an CO₂-Abscheidungslösungen an. Dieses ist auf Anwendungen im Bereich Waste-to-Energy ausgerichtet. Das Ziel besteht darin, den CO₂-Fußabdruck zu verringern und gleichzeitig die hohen Anforderungen an die Anlagenverfügbarkeit und Betriebssicherheit zu erfüllen.
Anpassung an komplexe Rauchgase
Die Abgase aus Müllverbrennungsanlagen weisen häufig schwankende Zusammensetzungen und unterschiedliche Verunreinigungen auf. Die Systeme von GEA kombinieren deshalb Rauchgasvorbehandlung, CO₂-Abscheidung und Wärmerückgewinnung in einem integrierten Konzept.
Laut dem Unternehmen wird dabei Prozessabwärme genutzt, um den Energiebedarf für die Lösungsmittelregeneration zu reduzieren. Dadurch sollen die Betriebskosten gesenkt und gleichzeitig hohe CO₂-Abscheideraten ermöglicht werden.
Pilotprojekte unter realen Bedingungen
GEA hat Pilotanlagen und Testeinsätze unter industriellen Bedingungen vorgenommen. Dabei wurden unter anderem Untersuchungen im Umfeld von Klärschlammverbrennung, Ersatzbrennstoffen und Waste-to-Energy-Prozessen durchgeführt.
Zu den jüngsten Projekten zählt der Einsatz einer mobilen Pilotanlage an einem Müllverbrennungsstandort in Belgien. Die Untersuchungen sollen Erkenntnisse zur Prozessstabilität, Abscheideeffizienz und zum Energiebedarf liefern.
Skalierbare Konzepte für Betreiber
Laut dem Unternehmen reicht das Angebot von Machbarkeitsstudien und Pilotversuchen bis zur Planung und Umsetzung industrieller Anlagen. Aktuelle Projekte in Europa zeigen ein wachsendes Interesse an CO₂-Abscheidungstechnologien im Bereich Müllverbrennung.
„Die Energiegewinnung aus Abfall spielt eine entscheidende Rolle für eine nachhaltige Abfallwirtschaft und Energieversorgung. Mit unseren Lösungen zur CO₂-Abscheidung ermöglichen wir Betreibern, ihren CO₂-Fußabdruck deutlich zu verringern und gleichzeitig die Gemeinden weiterhin zuverlässig mit Energie zu versorgen“, so Dr. Felix Ortloff, Senior Director im Carbon Capture Solutions-Team von GEA.







