Das japanische Technologieunternehmen Asahi Kasei hat in seiner Biogasaufbereitungsanlage in Kurashiki, Präfektur Okayama, Japan, einen Demonstrationsversuch zur Biomethanproduktion durchgeführt. Seit Februar 2025 wird dort Biogas aus Klärschlamm aufbereitet. Laut Unternehmen konnte dabei Biomethan mit einem Ertrag von mindestens 99,5% und einer Reinheit von mindestens 97% gewonnen werden.
Hintergrund: wachsende Bedeutung von Biomethan
Biomethan gewinnt weltweit an Relevanz, da es als erneuerbare Energiequelle genutzt werden kann. Insgesamt 159 Länder haben den Global Methane Pledge unterzeichnet. Damit haben sie sich bis November 2024 zur Reduzierung der Methanemissionen verpflichtet.
Zeolith als Schlüsselkomponente
Das entwickelte System kombiniert ein spezielles Vakuum-Druckwechseladsorptionsverfahren (PVSA) mit einem neuartigen Zeolithen. Ziel ist die Abtrennung von CO2 und Methan aus Biogas.
Bei dem verwendeten Zeolithen handelt es sich um ein kristallines Alumosilikat. Dies zeichnet sich durch eine regelmäßige Porenstruktur und eine spezifische Oberfläche von über mehreren hundert Quadratmetern pro Gramm aus. Damit sollen sowohl eine hohe Reinheit als auch eine hohe Ausbeute bei der Aufbereitung möglich sein – ein bisheriger Zielkonflikt.
Ergebnisse des Demonstrationsversuchs
Der Versuch erfolgte im Dauerbetrieb über einen Zeitraum von einem Monat. Das aufbereitete Biomethan erreichte eine Reinheit von über 97% und ist laut Unternehmensangaben somit für die Einspeisung in Erdgasleitungen oder für die Nutzung als komprimiertes Erdgas geeignet.
Ausblick und Kommerzialisierung
„Wir haben bereits Gespräche weltweit mit potenziellen Lizenznehmern für diese Technologie begonnen. Wir planen die Markteinführung für 2027, nach weiteren Pilotstudien im kommerziellen Maßstab“, so Kazuya Noda, Leiter von Asahi Kaseis Material Business Research & Development Abteilung.







