Die Kläranlage Rotorua in der Region Bay of Plenty in Neuseeland, betrieben vom Rotorua Lakes Council, ist für die kommunalen und industriellen Abwässer ausgelegt. Die Anlage nutzt ein Belebtschlammverfahren und wurde modernisiert, um strengere Umweltstandards einzuhalten und zukünftiges Bevölkerungswachstum zu berücksichtigen. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Belüftung, die in der Vergangenheit über 50% des gesamten Energiebedarfs in der biologischen Behandlungsphase ausgemacht hat. Um den Verbrauch zu senken, wurden vier iTURBO-Gebläse von Invent mit jeweils 160 kW Eingangsleistung und einer Förderleistung von bis zu 6000 Nm3/h bei 70 kPa Förderdruck installiert.
Technische Ausstattung
Die Einheiten sind vollständig integriert und ersetzen die älteren Gebläse. Sie umfassen Hochgeschwindigkeits-Permanentmagnet-Synchronmotoren, direkt angetriebene Turbinenlaufräder, integrierte Frequenzumrichter, eine Siemens-SPS-Steuerung sowie ein Überwachungssystem mit Touchscreen.
Die Technik zeichnet sich laut Betreiber durch einen hohen Wirkungsgrad, eine kompakte Bauweise und digitale Regelalgorithmen aus. Das Gehäuse aus Edelstahlkomponenten ist auf die schwefelhaltige vulkanische Atmosphäre vor Ort ausgelegt. Die Gebläse tragen so zur Reduzierung von CO2-Emissionen und Lebenszykluskosten bei.
Betriebsergebnisse
Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2021 wurden Energieeinsparungen von bis zu 30 % nachgewiesen. Die Gebläse sollen eine stabile Sauerstoffversorgung gewährleisten, mit geringen Geräuschemissionen arbeiten und nur einen geringen Wartungsaufwand erfordern. Die Integration in das bestehende SCADA-System ermöglicht eine Echtzeitüberwachung und Optimierung der Betriebsführung.
Weitere Projekte in Neuseeland
Neben Rotorua wurden die Turbogebläse von Invent auch in Dunedin (Green Bay, drei Gebläse, Inbetriebnahme 2024) und Queenstown (Shotover, drei Gebläse, Inbetriebnahme 2025) installiert.







