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Anlagenkonzept für verschärfte Bioabfallverordnung

Seit Mai 2025 gelten strengere Grenzwerte für Störstoffe in Bioabfällen. Doppstadt präsentiert mit dem MMPC ein modulares Anlagenkonzept als möglichen technischen Ansatz zur Umsetzung der neuen Anforderungen.

von | 25.06.25

Basierend auf dem Baukastenprinzip können die Maschinen mobil eingesetzt und modular miteinander kombiniert werden.
Quelle: Doppstadt Umwelttechnik GmbH
Bioabfallverordnung

Am 1. Mai 2025 trat der überarbeitete § 2a der Bioabfallverordnung (BioAbfV) in Kraft. Die Neufassung bringt für Betreiber von Bioabfallanlagen strengere Anforderungen an die Reinheit biologisch verwertbarer Abfälle mit sich. Doppstadt hat mit dem Mobile Modular Processing Concept (MMPC) einen Lösungsansatz entwickelt, der auf Flexibilität und Wirtschaftlichkeit setzen soll.

Bioabfallverordnung 2025 – verschärfte Anforderungen

Seit dem Inkrafttreten von § 2a gelten strengere Grenzwerte für den Kunststoffgehalt in Bioabfällen. Der Kunststoffanteil darf 1,0 % nicht überschreiten. Ein noch strengerer Grenzwert von 0,5 % gilt für flüssige oder pastöse Abfälle. Bei einem Fremdstoffanteil von über 3 % kann die Annahme verweigert werden. Zusätzlich sind Sichtkontrollen bei der Anlieferung verpflichtend. Für viele Betreiber bedeutet das zusätzlichen Aufwand, mehr Risiko und höheren Investitionsbedarf.

Modulares Konzept – MMPC von Doppstadt

Das Mobile Modular Processing Concept (MMPC) der Doppstadt Umwelttechnik GmbH ist ein Anlagenkonzept zur mechanischen Aufbereitung von Bioabfällen. Dieses Konzept basiert auf einem Baukastenprinzip, bei dem mobil einsetzbare Maschinen modular kombiniert werden können. Dadurch lässt sich das Anlagensystem laut Hersteller flexibel an unterschiedliche betriebliche Anforderungen anpassen und in bestehende Betriebsabläufe integrieren. Ziel ist es, Fremdstoffe wie beispielsweise Folien zu reduzieren und die Bioabfälle für die Weiterbehandlung vorzubereiten. Gleichzeitig soll die Menge des Siebüberlaufs geringer ausfallen, sodass weniger Volumenreduktion und Entsorgungskosten entstehen.

Drei Verfahrensstufen für angepasste Aufbereitung

Die Aufbereitung erfolgt in drei aufeinander abgestimmten Schritten. Zunächst zerkleinert der Methor das Material und separiert ferromagnetische Metalle. Anschließend trennt der Selector 400 Störstoffe mit einer Größe über 250 Millimetern als Überlauf ab. Die nachfolgende Separation, die aus Spiralwellentechnik und Windsichtung besteht, dient laut Doppstadt der weiteren Reduzierung von Fremdstoffen. Das Ergebnis sind zwei Fraktionen, die weitgehend frei von Störstoffen sein sollen und sich für eine biologische Behandlung, wie etwa Kompostierung oder Vergärung, eignen.

„Durch geringe Investitionen bei gleichzeitiger Erhöhung der Wertschöpfung erreicht das MMPC schnell Rentabilität. Daraus ergibt sich vor allem eines: Kalkulationssicherheit. Denn ob Wirtschaftlichkeit oder rechtliche Komponenten, Entsorgungsunternehmen sind mit dem MMPC auf der sicheren Seite“, so Michael Zeppenfeldt, Vertriebsleiter Deutschland der Doppstadt Umwelttechnik GmbH.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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