Die Grünbeck AG erweitert ihr Angebot zur PFAS-Entfernung aus Trinkwasser. Die sorbliQ-Absorberanlagen wurden für den Einsatz bei Wasserversorgern, Kommunen und in der Industrie entwickelt. Ziel ist die Reduzierung lang- und kurzkettiger PFAS-Verbindungen, um künftige Grenzwerte im Trinkwasser einzuhalten.
PFAS: Herausforderung für die Wasseraufbereitung
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) gelten aufgrund ihrer stabilen Kohlenstoff-Fluor-Bindungen als schwer abbaubar. Sie können sich über lange Zeiträume in Böden, Gewässern und im Trinkwasser anreichern.
Dreifach-Absorberanlage in Reihenschaltung
Im Mittelpunkt der Produktlinie steht die Dreifach-Absorberanlage sorbliQ:LA. Sie besteht aus drei hintereinandergeschalteten Filterbehältern mit hochselektivem Absorberharz. Die Anlage ist je nach Ausführung für Durchflussleistungen zwischen 10 und 50 m³/h ausgelegt.
Zum Einsatz kommt ein Absorberharz mit Trinkwasserzulassung, das für die Aufnahme von PFAS ausgelegt ist. Die Reihenschaltung soll eine gleichmäßige Filtrationsleistung und eine hohe Ausnutzung des Materials ermöglichen.
Rotationsprinzip für längere Standzeiten
Die Anlage arbeitet mit einer sogenannten MGR-Schaltung. Dabei wird das Absorberharz nicht gleichzeitig in allen drei Behältern ausgetauscht. Erst wenn hinter dem zweiten oder dritten Filter ein PFAS-Durchbruch festgestellt wird, wird das Material im ersten Behälter ersetzt. Anschließend wird der neu befüllte Behälter an das Ende der Reihenschaltung gesetzt. Dieses Rotationsprinzip soll die Standzeiten verlängern und den Verbrauch des Absorbermaterials reduzieren.
Das belastete Absorberharz wird nach dem Austausch entsorgt und thermisch verwertet.
Einhaltung künftiger Grenzwerte
Nach Unternehmensangaben lassen sich mit den Anlagen die ab 2026 und 2028 geltenden PFAS-Grenzwerte im Trinkwasser unterschreiten. Die Filtrationsleistung soll auch bei höher belastetem Rohwasser konstant bleiben.







