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Wasserstoff: Eisen statt Platin macht Erzeugung günstiger

Die Westfälische Hochschule und Fachhochschule Dortmund wollen gemeinsam mit Praxispartnern die Erzeugung von grünem Wasserstoff als Energieträger in der Energiewende verbessern.

von | 07.07.21

In solchen Elektrolyseur-Zellen sollen Nickel oder Eisen statt Platin oder Iridium eingesetzt werden. Das dient dem Umweltschutz und macht das Verfahren preiswerter. (Foto: WH/Michael)

Wasserstoff nimmt eine bedeutende Rolle als Energieträger ein, denn er ist eine grüne Basis. Wasserstoff ist für viele Energietechniker:innen die Nummer eins der Energieträger. Wenn er mit Sauerstoff verbrennt, entsteht nur Wasserdampf, kein umwelt- und klimaschädliches Kohlendioxid, keine anderen Emissionen wie Stickoxide oder Schwefelverbindungen. Zudem kann Wasserstoff leicht gespeichert und verteilt werden. Um ihn zu erzeugen, wollen die Energiewissenschaftler:innen das universell auf der Erde vorkommende Wasser mit Strom aus grünen Quellen wie Sonne oder Wind in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff trennen.

Elektrolyse mit Nickel und Eisen

Im Rahmen des in Herne ansässigen Hochschul- und Unternehmensverbunds „Ruhrvalley“ wollen Wissenschaftler:innen der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen und der Fachhochschule Dortmund gemeinsam mit Praxispartner:innen diese Technik jetzt verbessern: Statt der gängigen, im sauren pH-Bereich arbeitenden Membranen sollen neuartige Membranen verwendet werden, die den Elektrolyseprozess in alkalischem Milieu ablaufen lassen können. Die dabei einsetzbaren Katalysator-Materialien wie Nickel oder Eisen sind preiswerter als die bisher bei der Membranelektrolyse verwendeten Edelmetalle Platin oder Iridium. Außerdem sind sie leichter als Rohstoff verfügbar.

Wasserstoff-Vorhaben läuft bis Herbst 2024

Für ihr Vorhaben mit dem Projektnamen „AEMruhr“, das bis zum Herbst 2024 läuft, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung über sein Förderprogramm „FH-Impuls“ 850.000 Euro bereitgestellt. Ziel ist der Aufbau eines Funktionsmusters, das so industrienah ist, dass es rasch in die industrielle Nutzung übernommen werden kann. Während sich die Westfälische Hochschule über ihr Westfälisches Energieinstitut vor allem mit der technischen Entwicklung beschäftigt, liefert die Fachhochschule Dortmund aus ihrem „Institut für die Digitalisierung von Arbeits- und Lebenswelten“ (Idial) die notwendigen Softwarearchitekturen zur Einbindung des dezentral erzeugten Wasserstoffs in ein virtuelles Kraftwerk. Seit 2017 arbeiten Partner aus Hochschulen und Unternehmen in der Initiative „Ruhrvalley – Mobility and Energy for Metropolitan Change“ über Disziplingrenzen hinweg zusammen. Gefördert werden sie dabei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Förderprogramm „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region“. Ihr Ziel ist es, sichere und vernetzte Technologien zu schaffen, die das Zusammenwirken und die intelligente Nutzung verschiedener Energieformen ermöglichen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

In solchen Elektrolyseur-Zellen sollen Nickel oder Eisen statt Platin oder Iridium eingesetzt werden. Das dient dem Umweltschutz und macht das Verfahren preiswerter. (Foto: WH/Michael)

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