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Verfahren zur Rückgewinnung von Säuren und Wertstoffen

Im Projekt „SäureWert“ entwickeln das Fraunhofer UMSICHT und FNE Entsorgungsdienste Freiberg ein Verfahren zur Aufbereitung von Abfallsäuren. Ziel ist es, Säuren und enthaltene Wertstoffe wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen.

von | 08.04.26

Prozessentwicklung und technische Umsetzung bei Fraunhofer UMSICHT
Quelle: Fraunhofer UMSICHT
Fraunhofer UMSICHT Säuren Abfallsäure

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT arbeitet im Projekt „SäureWert“ gemeinsam mit der FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH an einem Verfahren zur Verwertung von Abfallsäuren aus der metallverarbeitenden und chemischen Industrie. Ziel ist es, Säuren aufzubereiten und gleichzeitig enthaltene Rohstoffe zurückzugewinnen.

Säuren als Abfallstrom in der Industrie

Säuren werden in großen Mengen eingesetzt, etwa beim Beizen von Metallen. Nach der Nutzung fallen sie als belastete Sonderabfälle an, die bislang neutralisiert und entsorgt werden müssen. Dabei entstehen Schlämme und gefährliche Abfälle, während wertvolle Metalle oder seltene Elemente verloren gehen.

Membranverfahren für die Aufbereitung

Im Projekt entwickeln die Partner ein kontinuierlich betriebenes Verfahren auf Basis von Nanofiltration und nachfolgender Konzentratbehandlung. Zum Einsatz kommen säurebeständige Membranen, die auch bei extremen Bedingungen wie niedrigen pH-Werten sowie unter erhöhtem Druck und Temperatur arbeiten.

Die Abfallsäuren werden mit speziellen Filtern so gereinigt, dass gelöste Wertstoffe auf der Membran zurückgehalten werden. Gleichzeitig soll eine kontrollierte Verteilzeit der Lösung verhindern, dass sich Kristalle bilden und die Anlage blockieren.

Rückführung in den Prozess

Das Verfahren liefert aufbereitete Säuren, die erneut eingesetzt werden können. Zusätzlich lassen sich Wertstoffe in weiteren Prozessschritten, etwa durch Kristallisation oder Fällung, abtrennen.

Das Projekt läuft über einen Zeitraum von zwei Jahren. Nach den Laboruntersuchungen erfolgt der Bau einer Pilotanlage am Standort Freiberg, in der das Verfahren unter realen Bedingungen getestet wird.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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