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Ultrafeinstaub: Messungen zeigen Einfluss des Flughafens

Das Forum Flughafen und Region (FFR) koordiniert eine Studie zum Ultrafeinstaub im Umfeld des Frankfurter Flughafens, die von einem Konsortium unter Federführung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) durchgeführt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass der Flughafen vor allem sehr kleine Partikel beeinflusst.

von | 11.05.26

Ultrafeinstaub-Messungen des TROPOS auf dem Vorfeld vor Terminal 2 des Frankfurter Flughafens
Quelle: Philipp Oehlke, TROPOS
TROPOS Ultrafeinstaub Frankfurt Flughafen

Im Rahmen der Studie SOURCE FFR – measurements & modelling wurden an 14 Standorten in der Region des Frankfurter Flughafens Messungen ultrafeiner Partikel (UFP) durchgeführt. Das Forum Flughafen und Region (FFR) beauftragte die Untersuchung, die von einem Konsortium unter Federführung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass der Flughafen insbesondere bei sehr kleinen Partikeln im Größenbereich von 10 bis 20 Nanometern eine bedeutende Quelle ist. Bei größeren Partikeln und weiteren Schadstoffen unterscheidet sich sein Beitrag kaum von dem städtischer Quellen.

Einfluss abhängig von Partikelgröße

Die höchsten Partikelzahlkonzentrationen wurden auf dem Flughafengelände gemessen. Dort lagen die Werte teils deutlich über denen im städtischen Hintergrund. Mit zunehmender Entfernung vom Flughafen nehmen die Konzentrationen ab und verteilen sich entlang der Hauptwindrichtungen.

Mit wachsender Partikelgröße sinkt der spezifische Einfluss des Flughafens. Ab etwa 200 Nanometern ist kein gesonderter Beitrag mehr erkennbar, in diesem Bereich dominiert der regionale Hintergrund.

Nachweis über Messungen und Analysen

Der Einfluss des Flughafens konnte durch Messungen der Partikelgrößenverteilung sowie durch chemische Analysen von Triebwerksschmierölen nachgewiesen werden. Unter entsprechenden Windbedingungen ließ sich dieser Einfluss bis in eine Entfernung von rund 15 Kilometern verfolgen. In dieser Distanz lag der Anteil des Flughafens an der Gesamtbelastung im Jahresmittel bei etwa zehn Prozent.

Weitere Schadstoffe ohne auffälligen Beitrag

Neben ultrafeinen Partikeln wurden auch weitere Luftschadstoffe wie Sulfat, Nitrat, Ruß und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe untersucht. Hier zeigen die Ergebnisse keinen deutlich erhöhten Beitrag des Flughafens im Vergleich zu städtischen Quellen.

Umfangreiche Datengrundlage

Die Messungen basieren überwiegend auf Daten aus dem Jahr 2024, die vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) erhoben und durch zusätzliche Messkampagnen ergänzt wurden. Neben stationären Messstationen kamen auch mobile Messungen sowie Drohnen zum Einsatz, um die räumliche und vertikale Verteilung der Partikel zu erfassen.

Ergänzend wurden chemische Analysen durchgeführt, um unterschiedliche Quellen der Partikel, darunter organische Komponenten, Verbrennungsprozesse sowie Produkte aus der Oxidation, genauer zu unterscheiden.

Studie läuft bis Ende 2026

Die vorliegenden Ergebnisse sind Teil der UFP-Belastungsstudie SOURCE FFR – measurements & modelling. In einem nächsten Schritt sollen die Daten in eine Modellierung der Ausbreitung einfließen. Der Abschluss der Studie ist für Ende 2026 vorgesehen.

„Mit Veröffentlichung des Ergebnisberichts zu UFP-Messungen wurde ein weiterer Meilenstein der UFP-Belastungsstudie SOURCE FFR abgeschlossen. Nun gilt es, die bisherigen Arbeiten im Laufe des Jahres für die Ausbreitungsmodellierung zusammenzubringen und ein Modell zu erarbeiten, dass die UFP-Belastung im gesamten Untersuchungsgebiet darstellt“, so Prof. Dr. Wörner, Vorstand des FFR.

Zum Download der Ergebnisse

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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