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TReMin: Bauen und Mineralische Stoffkreisläufe

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Autor: Hildegard Lyko

TReMin: Bauen und Mineralische Stoffkreisläufe
Im Schwerpunkt "Bauen" der Fördermaßnahme geht die Wiederverwendung bis zum erneuten Einsatz fertiger Betonbauteile

Die erweiterte Nutzung von Sekundärrohstoffen aus Baurestmassen, Schlacken, Aschen sowie bergbaulichen Rückständen ist das Ziel der gestarteten Fördermaßnahme „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Bauen und Mineralische Stoffkreisläufe (ReMin)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, BMBF. Erfolgreich beworben haben sich 17 Verbundvorhaben. Anwendungsorientiert forschen Partner aus Wissenschaft und Industrie gemeinsam, begleitet vom Vernetzungs- und Transfervorhaben TReMin, das vom CUTEC Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum der TU Claustahl koordiniert wird.

ReMin ist eine von mehreren Fördermaßnahmen des Bundes im Rahmen des Forschungskonzepts „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft“. Angestrebt wird der Umbau der deutschen Wirtschaft von einer linearen Wirtschaftsweise zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft. Rohstoffe effizient zu nutzen, Abfälle zu vermeiden und die Gesamtproduktivität zu steigern, entspricht der übergeordneten BMBF-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“, FONA.

Vielfältige Nutzung von Abfall- und Reststoffen

Zahlreich vertreten sind Forschungsvorhaben im Schwerpunkt „Mineralische Stoffkreisläufe“: Mit dem Kohleausstieg und dem damit verbundenen Wegfall des REA-Gipses aus Rauchgasentschwefelungsanlagen, gewinnt das Gips-Recycling zunehmend an Bedeutung, um natürliche Ressourcen zu schonen. Daran wird im Projekt GipsRec2.0 – Technische Vorbereitung der Verfügbarmachung von Gipsfaserplatten und Synthesegipsen zur Herstellung von RC-Gips gearbeitet. Im Projekt REALight sollen Leichgranulate und REA-Gips aus feinkörnigen sulfatbelasteten Bau- und Abbruchabfällen und industriellen Nebenprodukten hergestellt werden. Erforscht wird auch die Erzeugung hochwertiger Zemente aus Schlacken, die in Stahlwerken und Müllverbrennungsanlagen anfallen (Projekt SlagCEM). Müllverbrennungsaschen als Betonzuschlagstoff sind ein weiterer Aspekt. Das Projekt EMSARZEM zielt beispielsweise darauf ab, Metalle aus der Feinfraktion von Müllverbrennungsschlacken zu gewinnen und den großen mineralischen Anteil so aufzubereiten, das er als Rohstoff in der Zementproduktion eingesetzt werden kann. Im Projekt ASHCON sollen ebenfalls Müllverbrennungsaschen so aufbereitet werden, dass eine mineralische Fraktion erhalten wird, die keinerlei Schadstoffe mehr enthält, die die Eigenschaften daraus hergestellten Betons beeinträchtigen. Baustoffrecycling, Sortiertechnologien und das Ausschleusen von Asbest aus Baurestmassen sind ReMin-Themen. Auch die Verwertung bergbaulicher mineralischer Rückstände wird betrachtet: Im Projekt REMINTA sollen zurückgebliebene mineralische Reste in den Bergeteichen des Erzbergwerks Rammelsberg aufbereitet und veredelt werden. Ziel ist die Entwicklung eines Gesamt-Verwertungskonzeptes für die Teiche am Goslarer Bollrich. Im Schwerpunkt „Bauen“ geht die Wiederverwendung bis zum erneuten Einsatz fertiger Betonbauteile. Zukunftsweisend wird ein Ressourcenplan für den kommunalen Tiefbau entwickelt.

Aufgabe des Vernetzungs- und Transfervorhabens ist es, die ReMin-Verbundprojekte durch Veranstaltungen untereinander und mit wichtigen Zielgruppen zu vernetzen sowie die Verbreitung der Ergebnisse und deren Transfer in die wirtschaftliche Praxis zu unterstützen. Koordiniert wird die Begleitforschung vom CUTEC Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum der TU Clausthal. Fachlich begleiten die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, BGR, sowie die Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS die Projekte während ihrer dreijährigen Laufzeit. ReMin wird vom BMBF mit annähernd 22 MIo. Euro gefördert. Die in den Projekten beteiligten Industriepartner tragen einen Eigenanteil von rund 7 Mio. Euro.

Ansprechpartner für TReMin beim Cutec ist Herr Andre Bertram, A-Mail andre.bertram@cutec.de.

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