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Studie zur Wirkung nationaler Klimapolitik auf CO2-Emissionen

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Heidelberg hat festgestellt, dass Staaten mit zahlreichen und strikteren Klimaschutzmaßnahmen ihre Emissionen messbar senken.

von | 03.03.26

Die Abbildung zeigt die Anzahl der politischen Klimaschutzmaßnahmen der 43 weltweit größten Volkswirtschaften (OECD-Länder und BRIICS-Staaten) und die Veränderung der CO2-Emissionsintensität, die den Ausstoß an CO2 relativ zur Wirtschaftsleistung eines Staates (CO2/Bruttoinlandsprodukt) angibt. Die blaue Linie dokumentiert, dass die Zahl der Maßnahmen im Verlauf der Zeit stark angestiegen ist. Parallel dazu ist die CO2-Emissionsintensität (rote Linie) gesunken. Die Staaten haben im Durchschnitt im Jahr 2022 relativ zu ihrer Wirtschaftsleistung deutlich weniger CO2 im Vergleich zum Jahr 2000 ausgestoßen.
Quelle: Simon Bulian/ Universität Heidelberg
Klimapolitik CO2-Emissionen

Ein internationales Forschungsteam unter der Beteiligung der Universität Heidelberg, der Cardiff University, der University of Oxford, der University of East Anglia, der London School of Economics and Political Science sowie des International Institute for Applied Systems Analysis hat die Wirkung nationaler Klimapolitik untersucht. Die Studie analysiert Klimaschutzmaßnahmen in den 43 größten Volkswirtschaften weltweit, die für mehr als drei Viertel der globalen CO2-Emissionen verantwortlich sind.

Die Forschenden werteten für den Zeitraum 2000 bis 2022 einen umfassenden Datensatz zu klimapolitischen Instrumenten aus. Ergänzend erstellten sie Fallstudien zu Brasilien, China, Estland, Großbritannien, Indonesien, Israel, Mexiko und den USA.

Drei Milliarden Tonnen CO2 im Jahr 2022 vermieden

Den Berechnungen zufolge verhinderten bestehende Klimaschutzmaßnahmen allein im Jahr 2022 rund drei Milliarden Tonnen CO2. Das entspricht laut den Forschenden in etwa den jährlichen Emissionen der gesamten Europäischen Union.

Staaten mit einer größeren Anzahl und strengeren Maßnahmen erzielten im Durchschnitt höhere Emissionsminderungen. Besonders wirksam waren Strategien, die gezielt auf die größten Emissionsquellen, wie die Energieerzeugung und den Verkehr, ausgerichtet waren.

Wirkung von Politikinstrumenten

Das Team der Universität Heidelberg untersuchte insbesondere Politikinstrumente, also ökonomische, regulative oder auf Freiwilligkeit beruhende Maßnahmen. Die Ergebnisse zeigen, dass ökonomische Maßnahmen wie eine CO2-Steuer oder Subventionen für Erneuerbare Energien mit deutlichen Emissionsreduktionen einhergingen. Zudem identifizierten die Forschenden einen positiven Einfluss internationaler Kooperationen. Staaten, die langfristige Klimaziele gesetzlich verankerten und sich in internationalen Organisationen austauschten, erzielten tendenziell größere Minderungen.

Die Europäische Union, das britische Economic and Social Research Council und das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie förderten die Studie.

Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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