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Satellitendaten zeigen Rückgang der Wasserspeicherung

Das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung hat Satellitendaten ausgewertet, die eine weltweit zunehmende Trockenheit zeigen. Auch in Deutschland nimmt die Wasserspeicherung seit Jahren ab – Ende 2025 lag ein deutliches Defizit vor.

von | 26.03.26

Globale Einteilung der Wasserspeicher in „zu trocken“ (Q25), „normal“ (Q25–Q75) und „zu feucht“ (Q75). In der hier gezeigten Abbildung wird die Veränderung der Wasserspeicherung nicht wie sonst üblich in z.B. absoluten Abweichungen in Millimetern gezeigt, sondern als Kategorisierung: Trocken: die Wasserspeicherung war so niedrig wie die trockensten 25 % der restlichen Beobachtungen an dem Ort; Normal: die Wasserspeicherung entsprach den mittleren 50 % der Beobachtungen; Feucht: Wasserspeicherung war so hoch wie die feuchtesten 75–100 % der Beobachtungen an dem Ort. Durch die Darstellung in Kategorien können verschiedene Regionen mit unterschiedlichen hydrologischen Regimen und Eigenschaften besser miteinander verglichen werden. Für jeden Gitterpunkt und jeden Monat wird der Zustand der Wasserspeicherung mit dem langjährigen Mittel verglichen, um zu bewerten, ob er „normal“ war oder ob Abweichungen in Richtung „trocken“ oder „feucht“ vorlagen.
Quelle: Eva Börgens, GFZ
GFZ Wasser Wasserspeicherung

Satellitendaten zeigen deutliche Veränderungen der globalen Wasserspeicherung. Das geht aus aktuellen Auswertungen des Helmholtz-Zentrums für Geoforschung (GFZ) hervor. Grundlage sind Daten der Missionen GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment, 2002–2017) und GRACE-FO (GRACE-Follow-On, seit 2018), die seit mehr als 20 Jahren Veränderungen im Wasserspeicher der Erde erfassen.

Deutlich mehr trockene Regionen weltweit

Der Anteil der Landflächen mit normaler Wasserspeicherung ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. 2009 lag er noch bei rund 75 %, 2025 nur noch bei etwa einem Drittel. Parallel dazu hat der Anteil trockener Gebiete deutlich zugenommen. Er stieg im selben Zeitraum von 12 % auf rund 43 %. Feuchte Regionen haben sich insgesamt weniger stark verändert.

Unterschiede zwischen den Regionen

Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich. In Afrika ist die Wasserspeicherung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, in geringerem Umfang auch in Australien und Ozeanien.

In Europa und im Nahen Osten zeigt sich dagegen durchgehend ein Rückgang. In der Arktis wirkt sich insbesondere das Abschmelzen von Gletschern aus.

Entwicklung in Deutschland

Auch in Deutschland ist seit mehreren Jahren ein Rückgang der Wasserspeicherung zu beobachten. Eine längere Trockenphase hält seit etwa 2018 an, möglicherweise bereits seit 2015.

Das Jahr 2024 brachte vorübergehend mehr Niederschlag, wodurch sich die Situation kurzzeitig entspannte. 2025 lagen die Niederschläge jedoch wieder deutlich unter dem Durchschnitt, gleichzeitig stieg die Verdunstung.

Zum Jahresende ergibt sich daraus ein Defizit von rund 25 Milliarden Tonnen Wasser im Vergleich zum Mittelwert seit 2002. Ende 2023 waren das noch „nur“ rund 10 Milliarden Tonnen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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