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Recycling: Neue Sortiermethoden für komplexe Kunststoffe

Ein Team vom Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft (AVAW) an der Universität Leoben in Österreich entwickelt ein Verfahren zum Recycling von Multilayer-Folien. Komplexe Materialeigenschaften Kunststofffolien sind heute Hightech-Produkte, die aus vielen verschiedenen Materialien aufgebaut sind. Diese sogenannten Multilayer-Folien bestehen aus Mehr- und Einschichtfolien und besitzen Materialeigenschaften, die eine Sortierung durch die heute gängigen Technologien erschweren. […]

von | 02.03.22

Foto: Montanuniversität Leoben

Ein Team vom Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft (AVAW) an der Universität Leoben in Österreich entwickelt ein Verfahren zum Recycling von Multilayer-Folien.

Komplexe Materialeigenschaften

Kunststofffolien sind heute Hightech-Produkte, die aus vielen verschiedenen Materialien aufgebaut sind. Diese sogenannten Multilayer-Folien bestehen aus Mehr- und Einschichtfolien und besitzen Materialeigenschaften, die eine Sortierung durch die heute gängigen Technologien erschweren. Daher werden Mehr- und Einschichtfolien derzeit nicht voneinander getrennt und gemeinsam weiterverwertet.

Bereits ein geringer Anteil an Mehrschichtfolien verhindert laut Dipl.-Ing. Gerald Koinig vom AVAW eine stoffliche Verwertung der Einschichtfolien, da dadurch die mechanischen Eigenschaften vermindert würden. „Dies führt dazu, dass die stofflich verwertbaren Einschichtfolien gemeinsam mit den Mehrschichtfolien bestenfalls dem Downcycling und im schlechtesten Falle einer thermischen Verwertung zugeführt werden müssen“, erklärt Koinig in einer Pressemeldung. Dies wiederum wirke sich negativ auf die Recyclingquote aus und verschwende gleichzeitig wertvolle Ressourcen.

Einschichtfolien zurück in den Produktkreislauf durch Recycling

Das Projekt „Multilayer Detection“ beschäftigt sich mit der Trennung von Mono- und Multilayerfraktionen, indem es sowohl innovative Sortiermethoden sowie Machine Learning Algorithmen und Multivariante Datenanalyse einsetzt.

„Wir hoffen dadurch, die Einschichtfolien wieder in den Produktkreislauf zurückführen zu können und diese als Ressourcenquelle für die stoffliche Wiederverwendung zu nutzen“, meint Koinig. Übrig bleiben dann die Mehrschichtfolien, die mit Hilfe von chemischen Prozessen weiter aufgespalten und so recycelt werden können.

Weitere Infos unter www.avaw-unileoben.at

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Foto: Montanuniversität Leoben

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