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Projektstart: Schwimmen mit dem Mikroplastik

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Autor: Isabell Hochstrat

Projektstart: Schwimmen mit dem Mikroplastik
Schwimmender Andreas Fath (Quelle: Cleandanube.org)

Andreas Fath, Professor für Chemie an der Hochschule Furtwangen, hat eine Mission: Er will für das Projekt Cleandanube die Donau auf der gesamten Strecke durchschwimmen – eine Distanz von ca. 2.700 km. Dabei durchquert er zehn Länder und verschiedenste Kulturen – genau den Weg, den auch viele Plastikteile zurücklegen, bis sie irgendwann im Schwarzen Meer landen.

Mehr Plastikteilchen als Fischlarven

Oft sind sie nur mikroskopisch klein und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Und doch sind sie eine Gefahr für Mensch und Tier. Seit Jahren schwimmen in der Donau mehr Plastikteilchen als Fischlarven – und es werden von Tag zu Tag mehr. Über 4 Tonnen Plastik schwemmt die Donau in das Schwarze Meer – jeden Tag. Dabei ist die Debatte über Mikroplastik und dessen Gefahren für die Umwelt nicht neu – trotzdem ist dieses Problem vielen Menschen nicht bewusst. Das will Andreas Fath ändern und öffentlichkeitswirksam die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema lenken.

Das transnationale Projekt Cleandanube

Begleitet wird er auf seiner Reise von einem kleinen Team, das sich um die Organisation und die Umsetzung des Projektes kümmert. Mit dabei: ein Bildungsprogramm im Workshop-Format, welches die Verschmutzung der Donau erlebbar macht. Eine mobile Wissenswerkstatt, Informationsmaterialien und eine mit Partnerorganisationen koordinierte Kampagne sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit. Mit lokalen Organisationen werden an zahlreichen Etappenzielen vielfältige Veranstaltungen umgesetzt. Das sind bspw. Cleanups, Mitschwimm- und Paddel-Aktionen, Vorträge, Empfänge und die Einbindung von Einrichtungen vor Ort. Mit auf der Reise ist auch ein mobiles Labor, um regelmäßig Wasserproben zu analysieren. Diese werden umgehend auf der Projektwebseite veröffentlicht.

Ein am Neoprenanzug befestigter Passivsampler imitiert Fischhaut und liefert so zusätzliche Erkenntnisse. Durch diese zahlreichen, inaneinandergreifenden Maßnahmen leistet das transnationale Projekt einen fundamentalen Beitrag zum Gewässerschutz. Im Fokus steht die Verringerung der Wasserverschmutzung, die Vermeidung von Plastikmüll, das Verständnis von Mikroplastik sowie die Wertschätzung des Naturraums Donau in der Bevölkerung.

Starke Kooperationspartner

Die AWP ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Freiburg im Breisgau und initiiert seit Jahren Naturschutzprojekte entlang der Donau, die Hochschule Furtwangen ist Mitveranstalterin des Projektes und unterstützt es organisatorisch, mit einem mobilen Labor, bei der Öffentlichkeitsarbeit und mit Doktoranden.

Über 50 Organisationen aus den verschiedenen Donauländern haben dem eine Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes zugesagt. Dazu zählen neben den Büros großer und bekannter Umweltschutzorganisationen auch mittlere und kleine, lokale NGOs, Universitäten, Bildungseinrichtungen, Schulen, Gemeinden und Städte sowie überregional agierende Netzwerke und öffentliche Einrichtungen. Finanziell gefördert wird das Projekt von der Baden-Württemberg Stiftung und der Postcode Lotterie sowie von den Hauptsponsoren Hansgrohe, Menschen brauchen Menschen e.V. und Arburg.

Das Projekt mit einer interaktiven Karte und vielen weiteren Informationen finden Sie hier.

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