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Nachhaltigkeit: Photovoltaik-Ausbau am Textilforschungszentrum

Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Mit Unterstützung einer Förderung des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 1,4 Millionen Euro wollen die DITF ihren Energiebedarf künftig stärker selbst decken.

von | 02.10.25

Der Bürgermeister von Denkendorf, Ralf Barth, DITF-Vorstandsvorsitzender Professor Michael R. Buchmeiser und Ministerialdirektor Michael Kleiner (v.li.) drücken den Startknopf für die neue Photovoltaikanlage.
Quelle: DITF
DITF Photovoltaik

Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) treiben ihre Nachhaltigkeitsstrategie voran. Zu diesem Zweck nahmen sie am 17. September 2025 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 840 Kilowattpeak offiziell in Betrieb. Die Investition ist Teil eines umfassenden Programms, mit dem die Einrichtung ihren Energieverbrauch senken, erneuerbare Energien nutzen und somit die Klimaziele des Landes Baden-Württemberg unterstützen möchte.

Beitrag zur Energiewende

Mit einer Investition von 1,6 Millionen Euro wollen die DITF ihre Eigenversorgung durch Solarstrom deutlich erhöhen. Die Module auf den Dächern und den überdachten Parkflächen werden künftig einen wesentlichen Teil des Stroms für den Forschungsbetrieb liefern. Damit leisten die Institute nicht nur einen Beitrag zu den Klimazielen des Landes, sondern senken auch ihre Betriebskosten langfristig.

Politische Unterstützung

„Die Bemühungen der DITF ergänzen die umfangreichen Aktivitäten der Gemeinde in hervorragender Art und Weise mit dem Ziel, die Energiewende und den Klimawandel aktiv mitzugestalten und dabei gleichzeitig Geld zu sparen“, so Ralf Barth, Bürgermeister der Gemeinde Denkendorf.

„Im Koalitionsvertrag für Baden-Württemberg ist angekündigt, klimaneutrale Einrichtungen der wirtschaftsnahen Forschung zu schaffen und damit bundesweit eine Vorreiterrolle einzunehmen. Mit einer Förderung von 1,4 Millionen Euro für die neue Photovoltaikanlage wollen wir einen entscheidenden Beitrag dazu beitragen. Mit der heutigen Inbetriebnahme machen die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität – und unterstreichen ihre Vorbildfunktion für eine nachhaltige und effiziente Forschung“, sagte Michael Kleiner, Ministerialdirektor vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg.

Nachhaltigkeit als Gesamtkonzept

Die Solaranlage ist Teil eines Transformationskonzeptes, das die DITF im Jahr 2024 verabschiedet haben. Zu diesem Plan gehören eine klimaneutrale Energiegewinnung, eine bessere Wärmedämmung sowie ein nachhaltiges Mobilitätskonzept mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, Fahrradleasing und eine Ladeinfrastruktur für E-Bikes.

Forschungsschwerpunkte zum Thema Nachhaltigkeit

Auch inhaltlich rückt die Nachhaltigkeit stärker in den Vordergrund. Mit einem Projektvolumen von über 4,2 Millionen Euro werden derzeit zwei große Vorhaben umgesetzt: das Recycling von Hochleistungsfasern wie Carbon- und Glasfasern für anspruchsvolle Anwendungen sowie das Recycling von klassischen Textilabfällen zu hochwertigen Garnen. Weitere Beispiele sind Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Lignin, das in der Papierindustrie anfällt und sich als Basis für Carbonfasern oder Verbundwerkstoffe eignet.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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