H.C. Starck Tungsten erhält von der Bundes- und Landesregierung eine Förderung von über 60 Millionen Euro für die Entwicklung eines Recyclingverfahrens von Batterien. Ziel des Projekts ist die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus „Schwarzmasse“. Dabei handelt es sich um die Bestandteile gebrauchter Lithium-Ionen-Batterien nach Entfernung des Gehäuses.
Recycling von Batterien mit hoher Rohstoffausbeute
Das Verfahren, für das bereits sechs Patentanmeldungen anhängig sind, soll im Vergleich zu herkömmlichen Methoden eine deutlich bessere Rohstoffausbeute erzielen und wesentlich weniger Hilfsstoffe und Energie benötigen. Dabei fallen nur ein Zehntel der CO2-Emissionen an, die beim Abbau von primären Rohstoffen wie Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan entstehen würden.
Bau einer Recyclinganlage in Goslar
Für die industrielle Umsetzung dieses Verfahrens plant H.C. Starck Tungsten den Bau einer neuen Anlage im Metallurgiepark Oker. Die Investition in Höhe von rund 340 Millionen Euro wird dabei ebenfalls vom Mutterkonzern Mitsubishi Materials Corporation unterstützt. Geplanter Baubeginn für die zweijährige Bauzeit ist das erste Halbjahr 2027. Die angestrebte Recyclingkapazität soll bei 20.000 Tonnen Schwarzmasse pro Jahr liegen. Dies entspricht dem Batterieinhalt von rund 100.000 Elektrokleinwagen.
Nachhaltigkeit und regionale Bedeutung
Die Förderung soll dazu beitragen, die Produktionskapazitäten entlang der Batteriewertschöpfungskette in Deutschland und Europa auszubauen, die Wertschöpfung und Beschäftigung zu sichern und eine klimafreundliche Massenproduktion von Batteriezellen zu ermöglichen. Für die Region Goslar bedeutet dies eine Stärkung des Produktions- und Wirtschaftsstandortes und eine wichtige Maßnahme gegen die negativen Folgen des Strukturwandels.
Dr. Hady Seyeda, CEO von H.C. Starck Tungsten, betont: „Die Förderung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur industriellen Nutzung unserer Recyclingtechnologie. Wir freuen uns sehr über die konkrete Unterstützung durch Bund und Land.“
Olaf Lies, Wirtschaftsminister von Niedersachsen, erklärt: „Mit der Förderung von H.C. Starck Tungsten leisten wir einen entscheidenden Beitrag zu einem umweltfreundlichen Recycling von Schwarzmasse und sichern gleichzeitig wertvolle Industriearbeitsplätze in Süd-Niedersachsen.“







