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KI-gestützte Methodik zur Substitution von Fluorpolymeren

Im Projekt „FLUORBEST“ erarbeitet ein Konsortium unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Vibrationstechnik (LBF) eine Methodik zur Bewertung von Alternativen zu Fluorpolymeren.

von | 26.02.26

Im Projekt „FLUORBEST“ entwickeln Forschende eine KI-gestützte Methodik zur Bewertung von Alternativen zu Fluorpolymeren in technischen Anwendungen.
Quelle: Yay Images / Adobe Stock
Labor Forscher Fluorpolymer

Im Verbundprojekt „FLUORBEST“ entwickeln das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Vibrationstechnik (LBF), weitere Fraunhofer-Institute und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) eine integrierte Bewertungsmethodik zur Substitution von Fluorpolymeren. Ziel ist es, technische Eigenschaften und (öko-)toxikologische Aspekte systematisch zusammenzuführen, um daraus eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für industrielle Anwendungen abzuleiten.

Neben dem Fraunhofer LBF sind das Fraunhofer IWM (Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM), IFAM (Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung) sowie das ITEM (Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin) daran beteiligt. Ein Beirat aus Industrie, Wissenschaft und Verbänden begleitet das Projekt.

KI-gestützte Datenbasis

Das Konsortium baut eine semantisch strukturierte Datenbasis auf, die an die Digitalisierungsplattform MaterialDigital angebunden wird. KI-gestützte Analysen sollen dabei helfen, Substitutionspotenziale systematisch zu erfassen und vergleichbar zu machen.

Im ersten Schritt erfassen die Projektpartner sektorenübergreifend die Anforderungen und Kerneigenschaften von Fluorpolymeren. In einem weiteren Projektschritt konzentriert sich die methodische Entwicklung auf Anwendungen im Sektor „Sealings“, der im Rahmen des ECHA-Beschränkungsvorschlags relevant ist.

Einbindung der Industrie

„FLUORBEST“ setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen. Gemeinsam definieren die Beteiligten Anforderungsprofile und Anwendungsszenarien, um die Praxistauglichkeit der Methodik sicherzustellen. Die erwarteten Ergebnisse umfassen eine belastbare Bewertungsgrundlage für ausgewählte technische Anwendungen sowie ein nutzerfreundliches Datenportal.

Unternehmen können sich aktiv in das Projekt einbringen. Am 24. März 2026 findet ein Workshop zur Ermittlung, Konkretisierung und Systematisierung von Anforderungen und Kriterien bei der Bewertung möglicher Substitute von Fluorpolymeren am Beispiel von Anwendungen im Sektor »Sealings« statt. Angesprochen sind insbesondere Hersteller von Dichtungen, Maschinenbauer, Anwender und Rohstofflieferanten.

Weitere Infos zum Workshop

Das Projekt läuft bis Januar 2028 und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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